Regelmäßig löst die winterliche Wohnmobil-Invasion an den Mittelmeer-Küsten in Teilen der spanischen Presse ein lautes Echo hervor. Nachdem im letzten Jahr vor allem die Costa del Sol der Schwerpunkt war, ist es jetzt die Stadt Águilas.
Die Bürgermeisterin von Águilas hat jetzt ein Treffen mit Vertretern übergeordneter Behörden und anderer betroffener Gemeinden initiiert, um eine Lösung des Problems zu finden.
Die Bürgermeisterin sieht vor allem die Campingplätze als Ort, wo die Wohnmobile hingehören. Entsprechend wurde auch der Präsident der Camping-Vereinigung zu dem Treffen eingeladen.
Quelle1: La Opinión de Murcia, 26.1.2016
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Quelle2:LA ACTUALIDAD, 25.1.2016
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Im letzten Monat war ich noch persönlich in Águilas und habe in meinem Reiseblog schon darauf hingewiesen, dass ich Bedenken habe, wenn Wohnmobilisten die Grenzen des Machbaren austesten und damit die Geduld der Behörden strapazieren.
Bisher hatte man den Eindruck, die schönen Buchten rund um Águilas wären so etwas wie das letzte Paradies für Wohnmobilisten.
Das könnte sich bald ändern, denn erfahrungsgemäß dauert es nicht lange, bis andere dieses alte, aber immer wieder neu aufgekochte Thema, nutzen um populistische Politik zu machen. Und dann wird öffentlichkeits-wirksam eine Räumungsaktion durchgeführt.
An einer wirklichen Lösung des Problems arbeitet offenbar niemand - es wurden noch nicht einmal Vertreter der Wohnmobil-Clubs eingeladen. Und damit, dass die Bürgermeisterin die Wohnmobile auf die Campingplätze schicken will, dokumentiert sie nur zu deutlich, dass sie selbst von der Gesamt-Problematik keine Ahnung hat.
Ein städtischer Stellplatz für eine nicht zu kleine Anzahl Wohnmobile mit Ver- und Entsorgung wäre auch ein Lösungsansatz.