In diesem Jahr beginnt unsere Überwinterungsreise etwas später als sonst. Erst am 7. November setzen wir (Christa und ich) uns in Bewegung und fahren durch das Saarland und das Rhône-Tal Richtung Spanien, wo wir nach 5 Tagen Anreise eintreffen.

  • La Jonquera
  • Palamós
  • Platja d'Aro

Nach Überqueren der französisch-spanischen Grenze bei La Jonquera fahren wir erst mal nach Palamós, wo ich prüfen will, was aus dem angekündigten neuen Stellplatz "Autocaravaning Palamos" geworden ist. Der Homepage des Platzes war nicht konkret zu entnehmen, ob der Platz schon eröffnet wurde. Aber als ich vor dem geschlossenen Tor stehe ist mir klar: dieser Stellplatz ist noch nicht fertig! Statt Wohnmobilen stehen Baumaschinen auf dem Platz.

Wir fahren weiter nach Platja d'Aro. In den letzten Monaten gab es widersprüchliche Berichte zum dortigen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz und ich möchte mir ein eigenes Bild von der aktuellen Situation machen.

Schon von weitem sieht man in der Straße zum Stellplatz viele Wohnmobile stehen, und auch auf dem offiziellen Stellplatz geht es eng zu. Aber wir finden noch einen brauchbaren Platz, so dass wir beschließen, nach der Kilometerfresserei bei der Anreise erst mal ein paar Tage Erholung einzuschieben.

Während des Aufenthaltes finde ich auch die Antwort auf die widersprüchlichen Berichte zur Schließung bzw. Öffnung des Stellplatzes: es hängt von der Saison ab, welche offizielle Parkmöglichkeit für Wohnmobile angeboten wird. In der Hauptsaison (Ostern bis Oktober) ist der Stellplatz mit der Ver- und Entsorgungsanlage geschlossen - dann darf man auf für Wohnmobile reservierten Plätzen entlang der benachbarten Straße parken und übernachten (siehe auch mein Bericht Kritik am Stellplatz in Platja d'Aro).
Platja d'Aro

  • Platja d'Aro
  • Sant Feliu de Guíxols

Wir haben es fast eine Woche in Platja d'Aro ausgehalten und das für November überraschend gute Wetter genossen. Jetzt geht es ein ganz kleines Stück weiter: der nur wenige Kilometer entfernte Nachbarort Sant Feliu de Guíxols bietet auch einen offiziellen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz, den ich bisher noch nicht kannte.

Es stellt sich heraus, dass neben bzw. oberhalb des offiziellen Stellplatzes mit der Ver- und Entsorgungsanlage ein weiterer Parkplatz liegt, der im Sommer allerdings nur für Pkw vorgesehen ist (Es gibt dann ein entsprechendes Parkverbot-Schild für Wohnmobile). In der Nebensaison gibt es dieses Schild nicht, so dass dann der Platz ebenfalls von Wohnmobilen genutzt werden kann.

Der Ort Sant Feliu de Guíxols ist sehr überschaubar. Jetzt im November wird die kleine Promenade am Strand nur von wenigen Spaziergängern bevölkert. Im Sommer sieht es hier bestimmt ganz anders aus.
StFeliuGuixolsNuevoCasino

  • Sant Feliu de Guíxols
  • Blanes

Heute fahren wir auf der sehr kurvenreichen Küstenstraße mit sehr schönen Ausblicken auf tief unten liegende Buchten durch die im Sommer überquellenden Ferienorte Tossa de Mar und Lloret de Mar nach Blanes.

CostaBravaEigentlich will ich nur ein paar Fotos von dem hiesigen offiziellen Wohnmobil-Parkplatz machen, aber das Wetter ist so schön, dass wir spontan in einem netten kleinen Restaurant an der Promenade hängen bleiben und schließlich auch in Blanes übernachten.
BlanesStrandDer ausgewiesene Stellplatz befindet sich in der Ecke eines allgemeinen Großparkplatzes. Die markierten Parkbuchten reichen gerade mal für ein 6-Meter-Wohnmobil. Alles über 7 Meter Länge stellt sich besser irgendwo anders auf den weitläufigen Parkplatz.

  • Blanes
  • Sitges
  • Cambrils
  • Mont-Roig del Camp

Nach dem Aufstehen stellen wir fest, dass wir auf dem großen Parkplatz genau die Stelle ausgesucht haben, wo die Sonne erst sehr spät hinkommt. Und das nach einer ziemlich kalten Nacht. Es wird Zeit, dass wir weiter nach Süden kommen.

Unterwegs nutze ich die Gelegenheit, noch einmal den kommunalen Stellplatz in Sitges zu besuchen, den ich vor 2 Jahren in desolatem Zustand vorfand. Inzwischen ist die Wasserversorgung wieder repariert, auch die Entsorgung funktioniert. Aber die Situation mit den sehr schrägen Plätzen ist natürlich nicht besser geworden. Wir machen hier nur eine Mittagspause.

Auch der zweite Stellplatz, den ich an diesem Tag aufsuche, hält nicht was die Online-Werbung verspricht. Die Raststätte an der A7 bei Cambrils bietet bewachte Übernachtungsmöglichkeit mit Ver- und Entsorgung an. Die Entsorgung ist allerdings außer Betrieb und Wasser läuft nicht. Die geforderten 15 € erscheinen mir damit doch etwas übertrieben zu sein. Ganz abgesehen von dem Geräuschpegel der nahen Autobahn.

Schließlich landen wir im Camper-Park beim Campingplatz "Playa y Fiesta" am Strand von Mont-Roig. Dieser Campingplatz hatte unter Einfluss eines ehemaligen Betreibers eines privaten Wohnmobil-Stellplatzes ("Las Moreras" in Peníscola) vor ein paar Jahren damit angefangen, in der Nebensaison für Wohnmobile einen niedrigen Pauschalpreis (zur Zeit 11,45 €/Tag inkl. Strom) anzubieten, um mit neuen Kunden brachliegende Kapazitäten zu nutzen.

Die tolle Lage direkt am Meer hat sich schnell herumgesprochen und viele nutzen diesen Platz zumindest für ein paar Tage zum Relaxen auf dem Weg weiter in den Süden.
MontRoig Playa y Fiesta