VE Pcan Abades Das System der Autobahn-Maut in Spanien befindet sich an einem Wendepunkt.

Auf einigen Strecken wird die Peaje nun abgeschafft.

Es war wohl ein besonderes Anliegen des aktuellen Chefs der spanischen Regierung, langfristig das System der Autopistas (kostenpflichtig) und Autovías (kostenlos) in ein kostenloses Straßennetz umzuwandeln, um damit eine bessere Verteilung des Verkehrs auf die zum Teil wenig genutzten Autobahnen zu erreichen.

Im Prinzip eine gute Idee, denn oft verlaufen völlig überlastete Landstraßen neben fast leeren kostenpflichtigen Autobahnen.

Natürlich geht so eine Umstellung nicht von heute auf morgen. Die Umsetzung sieht so aus, dass die Konzessionen der privaten Autobahn-Betreiber immer dann, wenn deren Laufzeit endet, nicht mehr verlängert oder neu vergeben werden.

Die erste Autobahn, die davon betroffen war, ist die AP-1 zwischen Burgos und Vitoria-Gasteiz. Diese 84 km lange Strecke ist seit Januar 2019 mautfrei.

Ende Dezember 2019 laufen zwei weitere Konzessionen aus. Es ist davon auszugehen, dass diese auch nicht verlängert werden, so dass ab Januar 2020 die 93 km der  Autobahn AP-4 zwischen Sevilla und Cádiz mautfrei sein wird, und, was für viele Wohnmobilisten vielleicht interessanter ist, die Autobahn AP-7 zwischen Alicante und Tarragona. Hier sind immerhin 374 km betroffen.

Spanien AP frei

Auch für 2021 sind schon Autobahn-Teilstücke vorgesehen, die dann ohne Maut genutzt werden könnten, z.B. die AP-2 zwischen Zaragoza und Lleida sowie die AP-7 bis zur Grenze bei La Jonquera. Voraussetzung ist allerdings, dass die neue spanische Regierung den Kurs beibehält.

Gerade heute (10.11.2019) wurde in Spanien ein neues Parlament gewählt, und tatsächlich hat der bisherige Regierungschef wieder die meisten Stimmen erhalten. Ob das aber für eine Regierungsbildung reicht und damit die Maut-Abschaffung weitergeführt werden kann, bleibt abzuwarten.

 

Quelle: autopista.es (4.6.2019)
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