Überwintern in Spanien 2014-15
12. Dezember 2014, Los Ramos
- Santa Pola
- San Fulgencio
- Torrevieja
- Los Ramos
Heute ist der Besuch bei alten Bekannten angesagt, wobei damit sowohl Personen als auch ehemalige Wirkungsstätten gemeint sind.
Zuerst gehe ich einem Gerücht über einen neuen Besitzer des Mini-Campings "Oasis" in San Fulgencio/La Marina nach - es bestätigt sich nicht, und das ist auch gut so. Der fleißige Holländer hat weiterhin alles im Griff und den Stellplatz zu einer wirklichen Oase ausgebaut. Seine (Dauer-) Kunden sehen das auch so, deshalb ist der Platz gut gefüllt. Ich könnte die letzte freie Parzelle bekommen, aber ich will noch weiter.
In Torrevieja, wo ich in meiner Zeit als Segler öfters festmachte, wollte ich einer Stellplatz-Meldung von ProMobil nachgehen, wo ein 24h-Parkplatz am Hafen aufgelistet wird. Nun ja, der Parkplatz existiert (ich kannte ihn schon als Allzweck-Platz für Fiestas usw.), aber kein Schild signalisiert einen Übernachtungsplatz für Wohnmobile. Ich denke, als Tagesparkplatz ist das ok, zum Übernachten würde ich nur hier bleiben wollen, wenn wieder mal so eine Fiesta stattfindet - aber dann steht wahrscheinlich gerade dieser Platz nicht zur Verfügung.
Etwas südlich von Torrevieja befindet sich Playa Flamenca mit einem riesigen Parkplatz beim Mercadona-Supermarkt. Hier standen bis vor wenigen Jahren oft 20 und mehr Wohnmobile, manche für längere Zeit. Auch ich habe hier schon übernachtet. Aber inzwischen wird das nicht mehr toleriert. Was bleibt, ist der mobile Grill-Hähnchen-Stand, der überregional bekannt ist und der uns auch diesmal ein leckeres Mittagessen beschert.
Anschließend geht es auf direktem Weg Richtung Murcia. Wenige Kilometer vorher befindet sich das Etappenziel - der Wohnmobil-Stellplatz "Huerta de Murcia" (Garten von Murcia) in Los Ramos. Diesen hübschen Platz mitten in den Zitrus-Plantagen kenne ich schon seit ein paar Jahren. Diesmal treffe ich hier einen alten Bekannten (meinwomo-alias: cherubim), der hier überwintern will. Schnell sitzen wir mit noch weiteren Nachbarn in lustiger Runde und genießen die Nachmittagssonne zwischen den Zitronenbäumchen.
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- Geschrieben von gg-iberico
14. Dezember 2014, Vera
- Los Ramos
- Archena
- Mula
- Vera
Den gestrigen Tag lasse ich einfach mal weg - es gab nur wenig Schönes, meist habe ich mich mit Computer- und Internet-Problemen herumgeärgert. Und dann hat auch noch der BVB verloren...
Da für heute Regen gemeldet ist, nutzen wir den Tag um wieder ein großes Stück weiter zu kommen. Am Ende werden es über 200 km sein. Natürlich gibt es die üblichen Abstecher zu neuen bzw. von mir noch nicht besuchten Stellplätzen.
Zuerst liegt Archena am Weg, etwa 20 km nördlich von Murcia. Dort gibt es seit kurzem einen offiziellen Wohnmobil-Stellplatz, der noch nirgendwo komplett dokumentiert ist - das hole ich heute nach. Interessant ist der Stellplatz durch seine Nähe zum Thermalbad "Termalium". Ein 1,5 km langer Fußweg führt vom Stellplatz am Río Segura entlang zum Bad.
Der weitere Weg führt zum kleinen Ort Mula. Da es leicht regnet mache ich nur ein paar Fotos vom Stellplatz, den Ausflug in die Altstadt und das Klettern auf den Burgberg werde ich ein anderes Mal nachholen. Anschließend geht es auf kurvenreicher Strecke durch die Ausläufer der Sierra Espuña zur Autobahn Richtung Süden.
In Vera steuern wir den erst im letzten Jahr eingeweihten Wohnmobil-Stellplatz "AC Indalo" an. Ich möchte doch zu gern wissen, ob der Platz, der bei meinem ersten Besuch Anfang 2013 noch völlig leer war und extrem nach frischem Asphalt roch, von den Wohnmobilisten angenommen wurde. Schließlich liegt er mitten im Campo, etwa 2,5 km vom Ort Vera entfernt. Allerdings verleiht die künstlerische Gestaltung dem Platz eine extravagante Note.
Die Überraschung ist groß - der Stellplatz ist zwar nicht überfüllt, aber es gibt nur wenige freie Plätze. Fast 50 Wohnmobile stehen hier, die meisten offensichtlich zum Überwintern. Der Einheitspreis von 9 € ab dem ersten Tag inkl. Strom, WiFi, warme Duschen, Ver- und Entsorgung ist für viele wohl ein überzeugendes Argument.
Wir aber werden morgen weiterfahren, obwohl die untergehende Sonne am Ende des Tages noch ein paar Strahlen schickte um zu zeigen, dass auch diese Landschaft bei richtiger Belichtung interessante Bilder liefert.
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- Geschrieben von gg-iberico
15. Dezember 2014, Almerimar
- Vera
- Almería
- El Ejido
- Almerimar
Noch immer gibt es ab und zu ein paar Regentropfen, also geht es heute wieder weiter. Nur noch knapp 100 km bis zur Costa del Sol - das ist das heutige Ziel.
Hauptsächlich auf der Autobahn erreichen wir bald Almería. Schon lange vorher befinden wir uns in einem Meer von Plastikplanen, unter denen das Gemüse wächst, das später auch in den deutschen Supermärkten landet. Schön ist das nicht! Und wenn man dann noch ab und zu die Haufen weggeworfener Pestizid-Kanister sieht, dann möchte man eigentlich kein Gemüse mehr essen.
Da ich einen Wohnmobil-Stellplatz überprüfen will, der am Stadtrand von Almería liegt, quälen wir uns anschließend per stop-and-go quer durch die Stadt, bis wir wieder auf der Autobahn sind.
Kurz darauf erreichen wir El Ejido, wo wir eine Tankstelle mit rekordverdächtigem Tiefstpreis für Diesel finden: 1,052 € pro Liter habe ich schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.
El Ejido ist die Stadt, zu der die Urbanisation Almerimar mit dem großen Yachthafen gehört. Hier haben wir früher schon mit unserem Schiff gelegen, und in den letzten Jahren auch mehrfach mit dem Wohnmobil gestanden. Hier kennen wir uns aus und fühlen uns wohl.
Das beste ist, dass man als Wohnmobil-Reisender sogar von den Behörden akzeptiert wird - zwei Parkplätze am Meer, die im Winter sowieso leer stehen, können von Wohnmobilen "besetzt" werden. Da die Sonne wieder scheint und die Batterien voll sind, verzichten wir auf einen Stellplatz mit Stromanschluss direkt im Hafen und bleiben auf einem der Parkplätze.Vor uns das Meer, hinter uns schneebedeckte Gipfel, und natürlich Sonne - wir sind an der Costa del Sol angekommen.
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- Geschrieben von gg-iberico
17. Dezember 2014, Cala de Mijas
- Almerimar
- Almayate
- Fuengirola
- Cala de Mijas
Das Wetter ist traumhaft schön, die letzten beiden Nächte waren schon spürbar milder. So kann es bleiben.
Nur noch ein Tag im Wohnmobil, dann werden wir unser festes Winterquartier erreicht haben. Aber heute fahren wir noch mit dem Wohnmobil entlang der Costa del Sol nach Westen und verlassen die landschaftlich eher unschöne Gegend zwischen Almería und Motril mit den scheinbar unendlichen Plastik-Treibhäusern.In Almayate, einem kleinen Ort in der Nähe von Torre del Mar, besuche ich einen Wohnmobil-Stellplatz auf dem Betriebsgelände einer Firma für Caravan-Zubehör und Vermietung. Leider liegt der Platz direkt neben der Hauptstraße, aber als preiswerter Übernachtungsplatz mit Ver- und Entsorgung ist er gut geeignet.
Wir haben eigentlich vor, in Fuengirola auf dem Parkplatz des Recinto Ferial (Festplatz) zu übernachten. Aber als wir dort ankommen, müssen wir feststellen, dass der Platz seinem Namen alle Ehre macht - es findet offenbar eine Weihnachtskirmes statt, deren Karussells auf der sonst von Wohnmobilen beanspruchten Stelle stehen.
Gut, dass ich Ausweichplätze kenne. Also fahren wir quer durch die Innenstadt zum Anfang der kilometerlangen Promenade beim Río Fuengirola, wo es einen kleinen Parkplatz gibt, der in den letzten Jahren von Wohnmobilisten zum Übernachten benutzt wurde. Aber auch hier kein Erfolg - inzwischen gibt es hier Parkverbotsschilder für Wohnmobile.
Die übrigen Parkplätze unterhalb des Castillo Sohail und beim Einkaufszentrum Miramar sind mir zu laut und unruhig, also verlassen wir Fuengirola und fahren noch ein paar Kilometer weiter zum großen Allzweckplatz in Cala de Mijas. Der liegt zwar neben der Hauptstraße N-340, aber aufgrund seiner Größe kann man in der hintersten Ecke, direkt neben dem Golfplatz, ausreichend ruhig stehen.
Wie nicht anders zu Erwarten war, nachdem es in Fuengirola zur Zeit einen Engpass für Wohnmobile gibt, drängen sie sich hier zusammen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, da gleichzeitig auf großen Teilen des Platzes Tiefbau-Arbeiten mit erheblicher Erdbewegung stattfinden.Die Costa del Sol ist wahrlich kein Paradies für Wohnmobil-Reisende, nur die Landschaft und das Wetter stimmen, die Infrastruktur für Wohnmobile lässt noch viel zu Wünschen übrig. Immerhin finden wir in dem kleinen Ort ein Cafe, wo wir die letzten Sonnenstrahlen genießen können.
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- Geschrieben von gg-iberico
20. Dezember 2014, Sitio de Calahonda
- Cala de Mijas
- Sitio de Calahonda
Vorgestern haben wir die letzten paar Kilometer von Cala de Mijas nach Sitio de Calahonda zurückgelegt, wo wir die nächsten 6 Wochen in einer Ferienanlage verbringen werden. Vor allem der große, beheizte Außenpool führt uns immer wieder hier hin.Das Wohnmobil darf sich in dieser Zeit erholen und Kräfte sammeln für die anschließende weitere Reise, die uns dann noch mindestens 2 oder 3 Monate durch Spanien führen wird.
Zur besseren Orientierung: hier wartet das Wohnmobil darauf, dass es wieder losgeht.Ich werde die Zeit hier in der Ferienanlage dazu nutzen, die WOMO-IBERICO-Inhalte zu vervollständigen, insbesondere die Stellplatz-Listen und die Stellplatz-Karte.
Einen Teil meiner Zeit werde ich der Erstellung eines spanisch-deutschen Glossars mit wichtigen Begriffen aus dem Wohnmobil-Umfeld widmen. Und natürlich werde ich weiter die aktuelle Berichterstattung in den spanischen Medien zu Wohnmobil-Themen verfolgen und gegebenenfalls hier als Nachricht veröffentlichen.
Langeweile wird wohl nicht aufkommen. Aber es wird immer Zeit bleiben für gemütliches In-der Sonne-sitzen. Und sollte jemand in den nächsten Wochen hier in der Gegend vorbeikommen und an einem persönlichen Treffen interessiert sein, dann würde ich auch dafür Zeit finden. Eine vorherige Abstimmung per E-Mail oder Kontaktformular wäre sinnvoll.
Im übrigen werde ich mich auch hier im Reiseblog ab und zu melden - immer dann, wenn ich bei Ausflügen in der Umgebung auf interessante Dinge für Wohnmobilisten stoße. Also immer mal wieder reinschauen.
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- Geschrieben von gg-iberico
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