Überwintern in Spanien 2014-15
19. November 2014, Mont-Roig del Camp
- Blanes
- Sitges
- Cambrils
- Mont-Roig del Camp
Nach dem Aufstehen stellen wir fest, dass wir auf dem großen Parkplatz genau die Stelle ausgesucht haben, wo die Sonne erst sehr spät hinkommt. Und das nach einer ziemlich kalten Nacht. Es wird Zeit, dass wir weiter nach Süden kommen.
Unterwegs nutze ich die Gelegenheit, noch einmal den kommunalen Stellplatz in Sitges zu besuchen, den ich vor 2 Jahren in desolatem Zustand vorfand. Inzwischen ist die Wasserversorgung wieder repariert, auch die Entsorgung funktioniert. Aber die Situation mit den sehr schrägen Plätzen ist natürlich nicht besser geworden. Wir machen hier nur eine Mittagspause.
Auch der zweite Stellplatz, den ich an diesem Tag aufsuche, hält nicht was die Online-Werbung verspricht. Die Raststätte an der A7 bei Cambrils bietet bewachte Übernachtungsmöglichkeit mit Ver- und Entsorgung an. Die Entsorgung ist allerdings außer Betrieb und Wasser läuft nicht. Die geforderten 15 € erscheinen mir damit doch etwas übertrieben zu sein. Ganz abgesehen von dem Geräuschpegel der nahen Autobahn.
Schließlich landen wir im Camper-Park beim Campingplatz "Playa y Fiesta" am Strand von Mont-Roig. Dieser Campingplatz hatte unter Einfluss eines ehemaligen Betreibers eines privaten Wohnmobil-Stellplatzes ("Las Moreras" in Peníscola) vor ein paar Jahren damit angefangen, in der Nebensaison für Wohnmobile einen niedrigen Pauschalpreis (zur Zeit 11,45 €/Tag inkl. Strom) anzubieten, um mit neuen Kunden brachliegende Kapazitäten zu nutzen.
Die tolle Lage direkt am Meer hat sich schnell herumgesprochen und viele nutzen diesen Platz zumindest für ein paar Tage zum Relaxen auf dem Weg weiter in den Süden.
- Details
- Geschrieben von gg-iberico
21. November 2014, Peníscola
- Mont-Roig del Camp
- Tortosa
- Peníscola
Es ist stark bewölkt, die zwei sonnigen Tage am Meer müssen erst mal reichen. Wir fahren weiter und machen einen kleinen Umweg über Tortosa. Dieser Ort liegt direkt am Ebro und bietet seit ein paar Jahren einen offiziellen Wohnmobil-Stellplatz.
Schon kurz nach der Eröffnung des ursprünglich kostenpflichtigen Stellplatzes sorgte Vandalismus dafür, dass der Parkautomat und die Wasserversorgung nicht funktionierten. Die vorgesehene Stromversorgung wurde gar nicht erst realisiert. Und die unglaublich blödsinnige Lage direkt unter der viel befahrenen Ebro-Brücke machte den Platz auch nicht attraktiver.
Inzwischen wurde umgedacht: der Stellplatz ist gratis, und nachts wird die Ver- und Entsorgungseinheit abgeschlossen. Zur Zeit funktioniert alles, nur die Lage unter der Brücke hat sich leider nicht geändert. Aber vielleicht ist ja nicht jeder so lärmempfindlich wie ich. Auf jeden Fall kann man von diesem Stellplatz aus direkt in den Via-Verde-Radweg einsteigen, der entlang des Ebro führt. Und man kann von hier aus etwa 1 km zu Fuß ins Ortszentrum gehen, wo es etliche historische Bauwerke gibt, aber auch einen schönen Stadtpark mit einem Ausstellungsraum für die traditionellen Riesen-Puppen.Zum Übernachten fahren wir weiter nach Peñíscola, wo es mehrere Wohnmobil-Stellplätze bei verschiedenen Campingplätzen gibt. Nachdem wir schon mehrfach auf dem "Stop & Go La Volta"-Platz waren, versuchen wir es diesmal mit dem etwas näher am Meer liegenden Stellplatz "Vizmar".
- Details
- Geschrieben von gg-iberico
25. November 2014, Valencia
- Peníscola
- Bétera
- Valencia
Wir bleiben 3 Tage in Peñíscola und besorgen bei einem Kurztrip nach Benicarló eine weitere Mobilfunk-SIM-Karte für das mobile Internet im dortigen DIGI-mobil-Shop "VoyVoy" (Carrer de la Clapissa 35, Benicarló. GPS: 40.41952, 0.42106).
Der kleine Telefonladen liegt etwas versteckt, aber der Service ist perfekt. In meinem Bericht zum Mobilen Internet in Spanien werde ich demnächst die Erfahrungen mit DIGI-mobil einbringen. Die ersten Versuche waren sehr zufriedenstellend.
Bei einem Abstecher zum benachbarten Stellplatz "Stop & Go La Volta" besuchen wir noch Bekannte aus dem Kreis der "meinwomo"-User (Alias: derwohni), die wie wir Richtung Süden unterwegs sind.
Schließlich brechen wir am Montag auf und fahren, diesmal ohne Umwege, zum nächsten Stellplatz.
Der "Valencia Camper Park" ist nur etwa 15 km von Valencia entfernt und hat eine Camping-Lizenz, so dass man auch Tisch und Stühle rausstellen darf. Die Umgebung des Platzes ist eher uninteressant und auch der in der Nähe liegende Ort Bétera ist nicht sehr attraktiv. Aber nur 400m vom Stellplatz entfernt befindet sich ein Haltepunkt der Valencia-Metro (Nahverkehrszug und U-Bahn), mit der man für 1.50 € in einer halben Stunde in die City von Valencia fahren kann. Einfacher geht es kaum, zumal man in der Stellplatz-Rezeption die Fahrkarten und alle weiteren nötigen Informationen erhält.
Übrigens: den Zug muss man per Handzeichen zum Anhalten auffordern!Heute ist perfektes Wetter für einen Stadtbesuch. Bei Temperaturen über 20°C kann man im T-Shirt rumlaufen. Ich bin zwar kein Frühaufsteher, aber gegen 12 Uhr sind wir in Valencia. Wir staunen über die Vielzahl prächtiger Fassaden, besuchen Markthallen und die Katedrale, und erklimmen gleich zwei Glockentürme (weil wir zuerst auf den falschen Turm gestiegen sind). Nach 6 Stunden sind wir wieder am Stellplatz und können die Füße hochlegen.
- Details
- Geschrieben von gg-iberico
26. November 2014, Platja de Tavernes
- Valencia
- Ribarroja
- Torrent
- Platja de Tavernes
Heute soll es weiter nach Süden gehen, aber nicht so weit, dass man sich nicht unterwegs noch den einen oder anderen potentiellen Stellplatz in der weiteren Umgebung von Valencia anschauen könnte.
In Ribarroja del Túria (oder Riba-roja im Valencia-Dialekt) soll es laut spanischen Wohnmobil-Portalen eine offizielle Übernachtungsmöglichkeit im Naturpark am Río Túria geben. Die angegebene GPS-Position führt tatsächlich auf einen Parkplatz am Fluss mit einem weitläufigen Picknick-Bereich. Ich finde zwar kein offizielles Hinweisschild auf einen Wohnmobil-Stellplatz, aber die Internet-Quellen einschließlich Homepage der Stadt Ribarroja sind eindeutig. Und da der Platz auch nach meiner persönlichen Meinung zum Übernachten geeignet ist, nehme ich ihn als Stellplatz in meine Liste auf.Ein paar Kilometer weiter an der A-7, auf Höhe von Torrent, schaue ich mir noch einen Stellplatz bei der Firma "Parking Valencia Caravan S.L." an, der allerdings nach den mir vorliegenden Informationen eher ein Langzeit-Parkplatz für Wohnmobile ist. Es wird allerdings auch die Möglichkeit der Übernachtung angeboten (10 €), es gibt Ver- und Entsorgung, Stromanschluss (2 €) und Duschen.
Ich würde diesen Platz nicht zum Übernachten wählen, aber wer einen sicheren Übernachtungsplatz in der Nähe der Autobahn A-7 sucht, der wird hier fündig (GPS-Position: 39.4404, -0.525).
Bald darauf erreichen wir unser Tagesziel, den Wohnmobil-Stellplatz in Tavernes am Meer. Der korrekte Name des Ortsteils ist so lang, dass er in der Wohnmobil-Szene kaum benutzt wird: Platja de Tavernes de la Valldigna.
Der neue Stellplatz "La Finca" liegt im Prinzip an der gleichen Stelle, wie das seit vielen Jahren von Unmengen Wohnmobilisten benutzte kostenlose "Freisteher"-Terrain. Die beiden unbefestigten Plätze in direkter Strandnähe sind jetzt für Wohnmobile gesperrt, dafür steht nun ein kostenpflichtiger Stellplatz (mit Camping-Lizenz) zur Verfügung, der aber offensichtlich den Bedarf nicht decken kann.
Ich hatte schon gehört, dass der Platz, obwohl erst vor kurzem eröffnet, meist voll ist. Dies bestätigte sich bei unserer Ankunft am frühen Nachmittag. Wir hatten aber Glück und erwischten noch einen von zwei freien Plätze.
- Details
- Geschrieben von gg-iberico
30. November 2014, Platja de Tavernes
Wir sind etwas länger geblieben als anfangs gedacht. Für das Wochenende war schlechtes Wetter gemeldet mit viel Regen, und so stehen wir immer noch hier auf dem Stellplatz "La Finca", immerhin gibt es hier einen Stromanschluss für das Wohnmobil.
Der Wetterbericht hat recht behalten - die letzten zwei Tage waren eher bewölkt und heute regnet es schon den ganzen Tag so stark, dass große Teile des Platzes unter Wasser stehen. Aussteigen aus dem Wohnmobil ist bei uns nur mit Gummistiefel möglich.
Der Dauerregen hat noch ein weiteres spanisches Problem offenbart - die allgemein schlechte Stromversorgung. Und zwar nicht wegen der manchmal selbst gebastelten Stromanschlüsse auf den Stellplätzen, sondern weil offenbar schon die Energieversorger nicht in der Lage sind eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten wenn "Land unter" ist.
Auf dem ganzen Platz gibt es seit heute morgen noch nicht einmal 200 Volt (gemessenes Minimum: 188 Volt). Heizgeräte oder Kochplatten kommen damit zurecht, aber z.B. unser Kühlschrank möchte nicht mehr arbeiten, sobald die Spannung unter 200 Volt fällt.
Natürlich haben wir einen Gas-Kühlschrank - das Bier bleibt also kalt. Aber ich stehe ja gerade wegen der Stromversorgung auf diesem Stellplatz, denn die Solarpaneele sind zur Zeit keine große Hilfe.
Na ja, ab morgen soll die Sonne wieder scheinen, und dann geht es weiter (wenn wir in der Wasserfläche vor dem Stellplatz nicht stecken bleiben).
- Details
- Geschrieben von gg-iberico
Seite 2 von 7