Spanien im Frühjahr 2026
Von Husillos nach Palencia
8. - 10. Mai 2026
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Husillos
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Palencia
Schon wieder beginnt ein Wochenende - das heißt für mich, einen Stellplatz aufzusuchen, der vor lautstarken nächtlichen Überraschungen durch Botellón-Feiern sicher ist.
Das Naheliegenste ist ein Stellplatz in der nur 15 km von Husillos entfernten Provinz-Hauptstadt Palencia, und weil weiterhin mit Regen und kühlem Wetter zu rechnen ist, fällt die Wahl auf den privaten Wohnmobil-Stellplatz bei der Tankstelle "Suances", denn dort gibt es auch Strom-Anschlüsse.

Nachmittags lockert die Bewölkung auf, so dass Christa und ich einen Spaziergang durch die City machen können - allerdings unterbrochen durch einen Regenschauer, den wir in der Cafeteria "Happy" mit Kuchen und Café-con-leche trocken überstehen.

Der Rückweg führt uns durch den Park auf der Isla-Dos-Aguas, wo ich mir im Vorbeigehen auch noch den dortigen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz anschaue.
Außer dass die Stellplatz-Markierungen offenbar neu gemalt worden sind, hat sich seit meinem letzten Besuch (2021) nichts geändert. Das Regenwetter sorgt allerdings für ungewohnt viele freie Plätze.

Am Samstag und am Sonntag müssen wir weiterhin mit unbeständigem Wetter zurecht kommen, aber es gibt immer wieder sonnige Abschnitte, die wir für eher kurze Spaziergänge nutzen.
Da seit unserem ersten Besuch 2014 dies nun schon unser sechster Aufenthalt in Palencia ist, müssen Christa und ich keinen umfassenden Stadtrundgang mehr machen, um Neues zu entdecken, aber an der Kathedrale kommt man eigentlich nicht vorbei. Und sie präsentiert sich auch diesmal wieder in gutem Licht.


Der Stellplatz-Betreiber hat in den letzten Jahren seine Tankstelle "Suances" mit Unmengen an alten, kultigen Gegenständen und Fahrzeugen "verziert" und damit auf jeden Fall einen Blickfang geschaffen.

Für mich hat allerdings ein ganz besonderer Fund in dem kleinen Supermercado der Tankstelle einen höheren Stellenwert - hier gibt es eine spezielle Sorte Blätterteig-Kuchen aus Palencia, die sogenannten "Palentinos". Wenn man diese "P" einmal probiert hat, will man eigentlich nichts anderes mehr...

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Palencia nach Simancas
11. Mai 2026
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Palencia
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Villamuriel de Cerrato
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Dueñas
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Cigales
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Simancas
Nach drei Tagen in Palencia fahre ich heute weiter - immer noch nach Südwesten, aber spätestens morgen muss die Entscheidung fallen, ob die Reise endgültig nach Süden oder doch wie vorgesehen nach Westen, d.h. nach Galicien geht.
Einen ersten Halt gibt es nach nur wenigen Kilometern in dem Ort Villamuriel de Cerrato. Hier will ich nicht nur den kommunalen Wohnmobil-Stellplatz dokumentieren, sondern möglichst auch Wasser tanken.

Ich war darauf vorbereitet, dass beim Stellplatz eine schon seit Monaten andauernde Baustelle besteht - die Zufahrt zum Stellplatz und insbesondere zur Ver- und Entsorgung wird aber nicht behindert.
Im übrigen handelt es sich bei der Baustelle nicht um eine Stellplatz-Erweiterung, sondern um eine neue Infrastruktur für den Fahrrad-Tourismus.

Auf der Autovía de Castilla (A-62) geht es dann zum nächsten Zwischenstopp in dem Ort Dueñas. Der hiesige Wohnmobil-Stellplatz liegt leider nur einen Steinwurf von der Autobahn entfernt, entsprechend laut ist es hier.
Auch wenn ich in Dueñas nicht übernachten möchte - für eine ordentliche Mittagspause ist der Platz auf jeden Fall geeignet.

Die Weiterfahrt auf der Autobahn erfolgt bei strömendem Regen, der aber pünktlich aufhört, als ich den Ort Cigales erreiche. Das genügt zumindest für ein paar brauchbare Fotos von dem kommunalen Wohnmobil-Stellplatz, den ich zum ersten Mal besuche.

Laut Wetter-Vorhersage soll die Wolkendecke erst später wirklich auflockern - sogar einige Sonnenstrahlen sollen dann möglich sein. Also fahre ich erst noch an der Provinz-Hauptstadt Valladolid vorbei bis zum Ort Simancas, und dort auf den kommunalen Wohnmobil-Stellplatz am Ufer des Río Pisuerga.

Simancas kenne ich schon von einem Aufenthalt vor 5 Jahren und weiß deshalb, dass nur etwa 300m entfernt - nämlich genau auf der anderen Seite der Steinbrücke - eine Bar mit unserem Café-con-leche wartet.


Tatsächlich können Christa und ich den Kaffee und Kuchen im großen Garten der Bar am Ufer des Río Pisuerga im Sonnenschein genießen.
Anschließend nutzen wir noch das zumindest kurzzeitig gute Wetter für einen Spaziergang hinauf in den deutlich höher liegenden Ortskern mit der Plaza Mayor.

Ein Aussichtspunkt über dem Fluss erlaubt einen tollen Blick auf den Wasserlauf mit seinen grünen Auen und natürlich auf die beeindruckende Steinbrücke.
Bevor wir noch bis zur mächtigen, gut erhaltenen Burg von Simancas vordringen, kündigt sich der nächste Regenschauer mit tiefschwarzen Wolken an - für uns das Zeichen zum eiligen Rückzug.

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Simancas nach Rueda
12. Mai 2026
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Simancas
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Villanueva de Duero
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Serrada
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La Seca
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Rueda
Noch ein, zwei Regentage, dann sollte das Wetter langsam freundlicher werden. Heute muss ich mich noch mit vielen dunklen Wolken und wenig Sonnenschein begnügen, was vor allem die Qualität der Fotos beeinträchtigt - da hilft auch langes Warten auf die nächste Wolkenlücke nur selten. Die Stellplätze, die ich heute besuche, werden aber auch bei bestem Sonnenschein nicht unbedingt besser.
Das gilt vor allem für den kommunalen Wohnmobil-Stellplatz in Villanueva de Duero. Viel zu enge Parzellen und zu nah an der Hauptstraße - da helfen auch bunte Blumen nicht weiter.

Ebenfalls wenig überzeugend präsentiert sich der Wohnmobil-Stellplatz in Serrada, wo man wohl mit Spielzeugautos rechnet - allenfalls kleine Camper-Vans unter 6m Länge passen in die vorgesehenen Parzellen.

Und auch im nächsten Ort rechnet man wohl nicht mit richtig erwachsenen Wohnmobilen - der kommunale Wohnmobil-Stellplatz in La Seca bietet Parkplätze für Fahrzeuge in Pkw-Größe.

Der nur etwa 5 km entfernte Nachbarort Rueda zeigt, dass es auch besser geht. Die markierten Parkbuchten des Wohnmobil-Stellplatzes sind 7m lang, es passen aber wohl auch 8m-Fahrzeuge hier hin.

Bei regnerischem und kühlem Wetter erwarte ich nicht viele Aktivitäten auf dem Spielplatz, der direkt vor den Wohnmobilen liegt, deshalb wird dies der heutige Übernachtungsplatz.
Trotz dunkler Wolken lassen Christa und ich uns nicht von einem Rundgang durch den Ort Rueda abhalten, wobei Rundgang den Weg eigentlich nicht richtig beschreibt - es gibt nur eine Hauptstraße, an der sich im Wesentlichen alles abspielt, deshalb gehen wir von einem Ende des Ortes zum anderen, und auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Unterwegs kommen wir an der auffälligen Kirche mit ihren ungewöhnlichen Rundtürmen vorbei - ein seltenes Beispiel einer Barock-Kirche in Spanien. Das Portal erinnert eher an ein Schloss.


Und schließlich beschäftigen wir uns noch mit dem Hauptthema von Rueda - dem Wein. Insbesondere mit der speziellen Rebsorte Verdejo, die nur in einem sehr kleinen Gebiet bei Rueda angebaut wird.
Und am Ende erstehen wir noch ein trinkbares Souvenir aus Rueda.

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Rueda nach Toro
13. Mai 2026
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Rueda
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Pedrosa del Rey
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Morales de Toro
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Toro
Inzwischen ist klar, dass unsere Reise weiterhin durch den Norden Spaniens gehen wird - das Wetter will sich bessern, zumindest in der nächsten Woche. Ab sofort ist Kurs West oder Nordwest angesagt.
Das heutige Tagesziel ist der Ort Toro, ähnlich wie Rueda bekannt durch seine spezielle Weintraubenart - Tinta de Toro - die einen tiefdunklen Rotwein ergibt.
Ich bin kein Weintrinker - mich interessieren erst einmal die Wohnmobil-Stellplätze, die auf dem Weg liegen.
Der erste Ort, den ich heute aufsuche, um den dortigen Wohnmobil-Stellplatz zu dokumentieren, ist Pedrosa del Rey.

Das kleine Dorf mit nur ca. 150 Einwohnern hat einen wirklich hübschen Stellplatz eingerichtet. Ein Picknick-Bereich neben einem Wasserturm und einem künstlichen See bilden eine interessante Kulisse.
Anschließend geht es zurück auf die Autobahn A-11, zumindest bis zur nächsten Abfahrt, wo ich mir einen weiteren kommunalen Wohnmobil-Stellplatz in dem Ort Morales de Toro anschaue.

Dieser Platz ist zumindest im heutigen Zustand eher eine Enttäuschung. Etwas lieblos gestaltet (bis auf eine bemalte Wand), fehlt es auch an der Wartung - der WC-Schacht ist wohl schon länger verstopft.
Nur wenige Kilometer weiter erreiche ich das Tagesziel Toro, wo vor einigen Jahren ein neuer kommunaler Wohnmobil-Stellplatz eingerichtet wurde.
Da ich die Planung und die Diskussionen mit den Anwohnern in der Presse verfolgt habe, war ich neugierig, was letztendlich daraus geworden ist. In der Stellplatz-Beschreibung habe ich inzwischen meine Meinung dazu geäußert - hier kann man vieles besser machen.

Nach dem problemlosen Check-in mit der TripStop-App finden wir im hinteren Teil des Platzes eine Stelle, wo auch größere Wohnmobile passen, und dann bleibt noch Zeit, einen kurzen Spaziergang in die Stadt zu machen, wobei erst einmal eine Steigung zu überwinden ist - eine 94-Stufen-Treppe hilft dabei. Die Belohnung ist ein Café-con-leche bei "María de Molina" - die nächstgelegene Bar.
14. - 15. Mai 2026
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Toro
Der Ort Toro liegt gut 100m über dem Tal des Río Duero, der hier eine Schleife bildet. Schon im Mittelalter gab es an dieser Stelle eine Steinbrücke über den Fluss.

Ein kurzes Stück auf einem Wanderweg bringt Christa und mich hinunter zum Fluss und zur Brücke, wo wir das Bauwerk aus der Nähe bewundern können. Der Blick von unten nach oben ist genau so schön wie der Blick von oben nach unten.



Bei einem Stadtrundgang stellen wir fest, dass es in Toro viel Interessantes zu sehen gibt. Dazu gehören in erster Linie die historischen Gebäude wie die mächtige Kirche "Colegiata de Santa María la Mayor" und die Festungsanlage "Alcázar Real".


Auch die Altstadt hat sehenswerte Ecken, vor allem im Bereich zwischen Plaza Mayor und Plaza Santa Marina. Hier ist zu manchen Zeiten richtig viel los in Bars und Restaurants bei sehenswertem Ambiente mit alten Arkaden und Torbögen.



Und wer mit alten Steinen nicht viel anfangen kann, findet an etlichen Stellen der Stadt die inzwischen weit verbreiteten Wandbilder (Murales).
Unter dem Projektnamen "Arte Urbano de Toro" haben sich Street-Art-Künstler verewigt, die manchmal auch vor "Plagiaten" nicht zurückschrecken. Der spanische Maler Joan Miró wird offenbar gern als Ideengeber genutzt.

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Toro nach Benavente
16. Mai 2026
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Toro
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Tiedra
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Urueña
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Benavente
Schon wieder sind drei Tage vorbei und wir müssen uns von Toro verabschieden - wir haben schon fast die Hälfte unserer vorgesehenen Reisezeit "verbraucht" und wollen noch so viel sehen und erleben...
Heute steht zum Beispiel mal wieder eins der "schönsten Dörfer Spaniens" auf dem Programm. Und auf dem Weg dorthin kommen wir an dem kleinen Ort Tiedra vorbei, der vor wenigen Jahren einen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz eingerichtet hat.

Leider ist jetzt nicht der optimale Zeitpunkt für einen Besuch in Tiedra, denn dieser Ort ist eine Hochburg des Lavendel-Anbaus, und im Sommer ist der Stellplatz von einem lila Meer umgeben.
Nach ein paar Fotos fahre ich weiter zu dem in der Nähe liegenden Ort Urueña, eines der "schönsten Dörfer Spaniens" (Los Pueblos más bonitos de España).
Am Ortsrand gibt es einen Parkplatz, der auch für Wohnmobile geeignet ist (GPS: 41.7292, -5.1995).

Auf dem kurzen Weg vom Parkplatz zum Ort kann man schon erkennen, was die Hauptattraktion von Urueña ist - die noch weitgehend gut erhaltene mächtige Mauer, die den Ortskern fast vollständig umschließt.

Unsere erste Aktion ist deshalb auch das Erklimmen der Mauer und das Genießen der Aussicht über die zur Zeit überraschend grüne Umgebung.




Im historischen Ortskern findet man weitere Zeugen der Geschichte - z.B. die Kirche, die ohne Kirchturm als solche kaum zu erkennen ist - sowie hübsch herausgeputzte Gassen, Plätze und Tore.



Den Abschluss unserer Besichtigung bildet schließlich ein kühles Getränk mit Tapas in der Bar auf dem Hauptplatz von Urueña.

Der Rundgang durch Urueña einschließlich Bezwingen der Festungsmauer dauert nicht sehr lange, so dass ich noch entspannt weiterfahren kann bis zum eigentlichen Tagesziel Benavente.
Diese Kleinstadt mit ca. 17.000 Einwohnern hat einiges zu bieten, und der dortige kommunale Wohnmobil-Stellplatz soll für die nächsten Tage unser Stützpunkt sein.

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- Geschrieben von gg-iberico
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