Spanien im Frühjahr 2026
Über die Pyrenäen nach Spanien
Nachdem aus verschiedenen Gründen weder im vergangenen Herbst noch im Winter eine längere Reise möglich war, haben Christa und ich nun wieder eine Reise begonnen, die uns vor allem durch die schon lange nicht mehr besuchten Gebiete in Nord-Spanien führen soll.
Konkret gemeint sind Galicien und die West-Provinzen von Kastilien-León (León, Zamora, Palencia). Und wenn es im Mai oder Juni zu heiß wird, werden wir uns in größere Höhenlagen zurückziehen - irgendwo in den Pyrenäen oder anderen Sierras, möglichst in Höhen um 2000m.
16. April - 20. April 2026
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Anreise durch Frankreich
In vier Etappen durchqueren wir Frankreich von Nordost nach Südwest, wobei wir in den Orten Scy-Chazelles, Autun, Souillac und Miélan auf den dortigen offiziellen Stellplätzen übernachten.
Die Etappen sind so gewählt, dass nach der Ankunft noch Zeit für einen Spaziergang durch den Ort bleibt - und natürlich für einen Café bzw. ein Kaltgetränk. Und wir stimmen uns schon mal auf die spanischen Tapas ein, allerdings in der französischen Variante.

21. April 2026
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Puerto de Belagua
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Isaba
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Roncal
Nachdem ich in den vergangenen Jahren schon mehrfach die klassischen Pyrenäen-Übergänge genutzt habe (Vielha, Bielsa, Somport, Formigal und Andorra), versuche ich es diesmal mit einem Weg, der weiter im Westen das Gebirge überquert.
Auf französischer Seite geht es südwestlich von Pau von dem Ort Arette über die D132 zum Col de la Pierre Saint Martin auf 1760m Höhe. An einigen Stellen verlangen 15% Steigung schon einige Motorleistung, aber da ich fast allein unterwegs bin, kann ich es gemütlich angehen lassen.
Oben angekommen empfängt uns ein grandioses Panorama. Hier beginnt Spanien, genauer die Region Navarra. Und hier heißt der Pass dann Puerto de Belagua.

Nach dem Pass geht es bergab in das Tal von Roncal (Valle de Roncal). Spanien zeigt hier schon mal einige seiner landschaftlichen Schönheiten mit noch schneebedeckten Gipfeln und Wildwasser-Bächen, die sich im Tal zum Rio Esca sammeln.

Auf nur noch 800m Höhe erreiche ich den ersten spanischen Ort: Isaba. Diesen Ort hatte ich schon einmal vor acht Jahren besucht, um den damals neuen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz zu dokumentieren.

Heute mache ich nur ein paar neue Fotos und fahre dann weiter zum nächsten Ort im Tal: Roncal. Auch hier gibt es inzwischen einen offiziellen Wohnmobil-Stellplatz, den ich natürlich gleich aufsuche.

Roncal ist nicht nur der Namensgeber für das ganze Tal sondern gehört auch zu den "schönsten Dörfern Spaniens" (Los Pueblos más bonitos de España). Das ist Grund genug, einen zweiten Tag hier zu bleiben und sich den Ort genauer anzuschauen.





Zum Kulturerbe von Roncal gehört, dass dies der Geburtsort eines großartigen Tenors aus dem 19.Jh. ist - Julián Gayarre. Er wurde nur 46 Jahre alt und ist auf dem kleinen Friedhof in Roncal in einem kunstvoll gestalteten Mausoleum begraben.


Auch wenn Roncal vielleicht nicht zu den allerschönsten der "schönsten Dörfer Spaniens" gehört, so ist es doch ganz hübsch, und man kann hier gut ein, zwei Tage verbringen. Es gibt kleine Läden für Lebensmittel, Restaurants bzw. Bars und viel grüne Umgebung mit Möglichkeiten zum Wandern auf die Berge oder im Tal des Río Esca.
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- Geschrieben von gg-iberico

