Spanien im Frühjahr 2026
Von Teo nach Santiago de Compostela
5. - 6. Juni 2026
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Teo
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Santiago de Compostela
Wären wir Pilger auf dem Jakobsweg, dann würden wir heute das Ziel der Wanderung erreichen, aber so ist es nur ein weiterer Ort auf unserer Reise durch Nord-Spanien - Santiago de Compostela.

Seit meinem letzten Besuch in Santiago de Compostela ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen und in der Zwischenzeit wurden in der Umgebung der Stadt mehrere private Wohnmobil-Stellplätze gebaut.
Da ich alle noch nicht kenne, entscheide ich mich für den, der am nächsten zur Stadt liegt - den Camper Park "Amencer Santiago".

Der Ortswechsel von dem sehr ruhigen Stellplatz am Río Ulla in Teo nach Santiago de Compostela ist wie der Besuch in einer anderen Welt. Das hohe Verkehrsaufkommen in der Nähe größerer Städte ist mir auf dieser Reise schon in ganz Galicien aufgefallen und Santiago ist keine Ausnahme.
Hier kommen zu den vielen Fahrzeugen auf den Straßen auch noch besonders viele Menschen in den Gassen und auf den Plätzen dazu, oft sind das natürlich Pilger, aber auch "normale" Touristen, die mit Bussen abgeliefert werden.
Die Bilder mit einer schier endlos langen Warteschlange vor der Kathedrale, vor der Touristen-Bahn (die auch Christa und ich genutzt haben) und auf dem großen Platz vor der Kathedrale (Praza do Obradoiro) sprechen für sich.



Unser Stadtrundgang führt uns nicht nur zu den touristischen Attraktionen im Umfeld der Jakobsweg-Pilger, sondern auch in etwas ruhigere Ecken des historischen Zentrums.
Hier findet man viele kleine Plätze mit netten Bars/Restaurants ...


... aber auch die vormittags quirligen Markthallen (Mercade de Abastos)

... oder die hübsche Grünanlage Parque da Alameda
Während der Fahrt mit der Touristenbahn, die auch durch Bezirke außerhalb der Altstadt verläuft, entdecken wir ein nettes Lokal im Grüngürtel der Stadt am Río Sarela (Restaurante Santa Isabel) - das wird unsere Wahl für das Mittagessen, wo sich besonders Christa über die Muschel-Tapas freut.

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Santiago de Compostela nach Bertamiráns
7. - 8. Juni 2026
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Santiago de Compostela
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Ames-Lapido
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Bertamiráns
In Santiago de Compostela gibt es noch drei weitere private Wohnmobil-Stellplätze, die ich bisher nicht persönlich besucht und dokumentiert habe. Das wird leider auch erst einmal so bleiben - der Aufwand dafür erscheint mir zur Zeit nicht gerechtfertigt. In spätestens drei Wochen will ich wieder zu Hause sein, deshalb werden die täglichen Reisepläne jetzt schon optimiert.
Ohne großen Umweg kann ich an dem schon seit vielen Jahren existierenden kommunalen Wohnmobil-Stellplatz bzw. Parkplatz (Aparcadoiro Salgueiriños) im Norden der Stadt vorbei fahren.

An dem Stellplatz hat sich in den ganzen Jahren nichts geändert - alles funktioniert. Aber seit einiger Zeit ist das Parken kostenlos, was bei den auf den privaten Stellplätzen aufgerufenen Preisen plus Touristen-Steuer eine gute Nachricht ist.
Mein eigentliches Tagesziel ist der Ort Bertamiráns, etwa 10 km westlich von Santiago. Auf halbem Weg komme ich an einem Stellplatz bei einer Tankstelle/Raststätte vorbei. Hier mache ich nur ein paar Fotos, dann geht es weiter.

Der Ort Bertamiráns ist ein alter Bekannter - schon 2008 haben wir hier zum ersten Mal mit dem Wohnmobil gestanden und von hier aus Santiago de Compostela mit dem Bus besucht.
Vor gut zwei Monaten wurde in Bertamiráns endlich ein neuer kommunaler Wohnmobil-Stellplatz eingeweiht, der diesen Namen im Gegensatz zum ursprünglichen Provisorium wirklich verdient.

Der einzige Nachteil des neuen Stellplatzes ist seine "Hanglage" - fast alle Plätze haben mehr oder weniger Gefälle. Nur eine Stelle ist fast waagerecht, und da bei unserer Ankunft der ganze Stellplatz leer ist, besetze ich diesen "Spitzenplatz".
Der Ort Bertamiráns bietet keine besonderen touristischen Höhepunkte. Es handelt sich vor allem um eine Wohnstadt, die ihre Attraktivität aus der Nähe zu Santiago de Compostela bezieht. Aber man findet einige hübsche Grünanlagen, Fußgängerzonen und eine überraschend hohe Dichte an Kneipen. Und nicht zuletzt auch Cafeterias oder Pastelerias, so dass es zum Café-con-leche auch eine große Auswahl an Pastelitos gibt.



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- Geschrieben von gg-iberico
Von Bertamiráns nach Val do Dubra
9. Juni 2026
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Bertamiráns
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Ponte Maceira
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Val do Dubra
Nicht weit entfernt von Bertamiráns liegt die kleine Siedlung Ponte Maceira am Río Tambre, wo eine alte Steinbrücke über den Fluss führt. Dieser Ort gehört zu den "schönsten Dörfern Spaniens" (Los Pueblos más bonitos de España), deshalb statten wir ihm heute einen Besuch ab.
Am Ortsrand gibt es einen auch für größere Fahrzeuge geeigneten Parkplatz (GPS: 42.9053, -8.6924).

Keine 200m entfernt befindet sich die Hauptattraktion des Ortes - die Steinbrücke.


Der Fluss wird vor der Brücke mit einem künstlichen Damm etwas gestaut, so dass auch der Río Tambre ein schönes Bild abgibt.

Beim Spazieren durch die kleine Siedlung fällt vor allem auf, dass hier alles sauber und aufgeräumt ist.
Auch sehr kleine Ortschaften können offenbar zu Recht den Titel "besonders schönes Dorf" in Anspruch nehmen.

Nach dem Besuch von Ponte Maceira fahre ich auf der kleinen Straße weiter, die am Parkplatz vorbei geht, durch die Wälder am Río Tambre, später am Río Dubra.
Bald erreiche ich den Hauptort des Tals mit dem selbsterklärenden Namen Val do Dubra. Hier befindet sich ein kommunaler Wohnmobil-Stellplatz, den wir vor allem für das heutige Mittagessen nutzen wollen.

Nach der Mittagspause kommen Christa und ich zu dem Schluss, dass wir nicht unbedingt weiter fahren müssen. Der Stellplatz ist in Ordnung, der kleine Ort bietet das Nötigste - wir bleiben heute hier.
Und vielen Dank an die Stadtverwaltung, die den Aufenthalt ermöglicht, und an die Cafetería "Sarote", die diesen Aufenthalt mit Café-con-leche und Leckereien versüßt.


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- Geschrieben von gg-iberico
Von Val do Dubra nach Outeiro de Rei
10. - 11. Juni 2026
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Val do Dubra
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Ordes
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Guitiriz
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Outeiro de Rei
Für die ruhige und kostenlose Übernachtung in Val do Dubra bedanken wir uns vor der Abreise noch mit dem Auffüllen unserer Vorräte im örtlichen Dia-Supermarkt.
Danach geht es auf eher kleinen Straßen nach Osten in das Gebiet der Gemeinde Ordes, wo wir die alte Bahntrasse der Eisenbahnlinie kreuzen, die A Coruña mit Santiago de Compostela verbunden hat. Jetzt ist dies die Vía Verde de Compostela-Tambre-Lengüelle.
An dieser Stelle befindet sich der ehemalige Bahnhof von Ordes, und genau hier wurde ein kommunaler Wohnmobil-Stellplatz eingerichtet.


Das alte Bahnhofsgebäude wird zur Zeit noch renoviert - es soll demnächst einen Gastronomiebetrieb beherbergen. Man kann aber auch jetzt schon sich selbst bewirten, denn neben Bahnhof und Stellplatz befinden sich Grünanlagen mit Picknick-Bereich.


Eigentlich wollten wir mit dem Fahrrad zumindest ein Teilstück der Vía Verde fahren, aber da es auf dieser Strecke keine besonderen Attraktionen gibt, verzichten wir darauf und begnügen uns mit einem 3-km-Spaziergang auf dem weitgehend schattigen Weg.


Nach dieser etwas längeren Fahrtunterbrechung am alten Bahnhof von Ordes geht es weiter nach Osten in Richtung Lugo, wobei ich dem kommunalen Wohnmobil-Stellplatz in Guitiriz einen Besuch abstatte.

In Guitiriz, wo wir schon zwei Mal waren, stehen wir vor der Wahl, hier zu übernachten, oder noch ein paar Kilometer weiterzufahren zu einem Ort, den wir bisher noch nicht besucht hatten.
Wenig überraschend entscheiden wir uns für etwas Neues - in diesem Fall für den kommunalen Wohnmobil-Stellplatz in Outeiro de Rei.

Der Stellplatz in Outeiro de Rei ist vor allem bei der zur Zeit herrschenden Hitze optimal. Wenn man einen der vier Parzellen unter den Bäumen erwischt, steht man bis in den Nachmittag hinein im Schatten, dafür gibt es kein Astra-Sat-TV. Die Solar-Anlage arbeitet auch nicht, aber dafür hat man einen Strom-Anschluss. Nur die schwache Mobilfunk-Deckung (sowohl Movistar als auch Orange) ist etwas ärgerlich.
Wir bleiben zwei Tage hier und vertreiben uns die Zeit z.B. mit Spaziergängen am in der Nähe fließenden Río Miño, mit einer alten Mühle und der Kapelle Santa Isabel.



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- Geschrieben von gg-iberico
Von Outeiro de Rei nach Meira
12. Juni 2026
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Outeiro de Rei
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Castro de Ribeiras de Lea
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Castro de Rei
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Pastoriza
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Meira
Nachdem schon die letzte Etappe mit 110 km für unser übliches Reiseverhalten relativ lang war, wird es auch heute kein Kurztrip - man merkt, dass wir uns dem Ende der Reise nähern, und noch liegt so viel Spanien vor uns ...
Trotzdem lasse ich ungern Stellplätze unbeachtet liegen, wenn ich in ihre Nähe komme. Auch die heutige Route führt über einige Orte, die ich bisher noch nicht aufgesucht habe.
Dazu zählt allerdings nicht der kommunale Wohnmobil-Stellplatz in der zu Castro de Rei gehörenden Ortschaft Ribeiras de Lea, den ich schon vor etlichen Jahren erstmals besucht habe. Heute erweist sich die Wasser-Versorgung dieses Stellplatzes als sehr nützlich.

Danach geht es aber in die "Hauptstadt" Castro de Rei, die einen eigenen Wohnmobil-Stellplatz eingerichtet hat, der für mich neu ist.

Dieser Stellplatz macht einen ganz guten Eindruck und unter anderen Umständen wäre hier auf jeden Fall eine Übernachtung angesagt, aber heute will ich noch etwas weiter.
Da gibt es nämlich den Ort Pastoriza, der erst im Mai einen neuen Wohnmobil-Stellplatz mit einer großen Feier eingeweiht hat. Es soll der größte (kommunale) Wohnmobil-Stellplatz in Galicien sein.
Der Platz ist tatsächlich groß (42 markierte Parkbuchten), aber vor allem ist er leer - da fehlt es wohl noch an der Akzeptanz, oder am Bedarf ...

Der Abstecher nach Pastoriza ist schnell beendet - hier wollen weder Christa noch ich bleiben. Neuer, schattenloser Asphalt und eine heiße Sonne vom wolkenlosen Himmel - das verträgt sich nicht.
Auf dem Rückweg zur N-640 unterbreche ich kurz die Fahrt bei einem Hinweisschild, das auf die Quelle des Río Miño hinweist. In einem kleinen See gleich neben der Straße soll der Ursprung dieses schönen Flusses liegen (GPS: 43.2252, -7.321).

Bald darauf erreiche ich den Ort Meira und fahre direkt zu dem hiesigen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz.
Ursprünglich war der Stellplatz nur von Wiesen umgeben, inzwischen wurde ein Tennisplatz direkt neben den Stellplatz gebaut - das Plop-Plop der Tennisbälle nur wenige Meter hinter dem Wohnmobil ist eigentlich ein Witz, die Qualität des Stellplatzes hat dadurch auf jeden Fall gelitten.

Wir haben doppelt Glück: ich erwische den Randplatz, der nicht direkt vor dem Tennis-Käfig liegt, und außerdem spielt heute niemand Tennis - nur ganz spät, um 23Uhr, kommen zwei Spieler, die aber um Mitternacht wieder verschwinden.
Christa und ich machen natürlich einen Rundgang durch den Ort, wobei wir uns mit einem Mittagessen und später auch mit Café und Kuchen belohnen. Viel Sehenswertes gibt es nicht, nur das alte Konvent-Gebäude fällt etwas aus dem Rahmen.


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- Geschrieben von gg-iberico
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