Spanien im Frühjahr 2026
Von Nigrán nach Redondela
29.-30. Mai 2026
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Nigrán
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Mos-Tameiga
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Redondela
Fünf Tage auf ein und demselben Stellplatz ist eine Seltenheit bei uns. Aber da Nigrán den Wendepunkt unserer aktuellen Reise darstellt, ist das durchaus angemessen.
Zum Abschluss schaue ich mir heute noch den relativ neuen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz von Nigrán an, dessen Hauptvorteil die gratis Ver- und Entsorgung ist.

Die Nähe zu einem Einkaufszentrum mit Lidl, Mercadona und anderen Geschäften ist aber auch ein Pluspunkt. Wir nutzen das heute natürlich zum Auffüllen der Vorräte und für ein Fastfood-Mittagessen.
Danach beginnt quasi die Rückreise. Ein ursprünglich vorgesehener Besuch in Vigo fällt aus, nachdem mir schon der Verkehr in der Peripherie auf die Nerven geht (Das gilt übrigens für den gesamten Küstenabschnitt zwischen Nigrán und Pontevedra).
Das Tagesziel liegt noch nicht fest, auf jeden Fall geht es nach Norden.
Unterwegs komme ich an der Siedlung Mos-Tameiga vorbei, wo ich nachschaue, was mit dem dortigen Stellplatz los ist, über den ich schon lange keine Informationen mehr gefunden habe. Und tatsächlich stehe ich vor einem verschlossenen Tor - das ist wohl nichts für spontane Wohnmobil-Reisende.

Der nächste Ort, den ich ansteuere, ist kein Unbekannter- in Redondela waren wir vor 10 Jahren schon einmal. Aber inzwischen hat sich einiges geändert, und das möchte ich mir anschauen.
Unverändert ist die weiterhin undurchsichtige Verkehrsführung mit Straßen auf mehreren Ebenen ohne direkte Verbindung bzw. nur über Einbahnstraßen. Für Navi-Geräte sind das komplexe Aufgaben, und wer einmal falsch abbiegt hat meist einen langen Weg vor sich, bis er wenden kann.
Und wenn euer Navi-Gerät euch kurz vor dem Stellplatz in Redondela durch eine Unterführung schicken will, die laut Verkehrsschild nur 2.80m hoch ist, dann ist das wahrscheinlich trotzdem in Ordnung, denn man hat offenbar nur vergessen, das Schild zu entfernen, nachdem man die Straße tiefergelegt hat - jetzt passen da normale Wohnmobile problemlos durch (ohne Gewähr: 3.50m oder mehr).

Bei der Anreise aus dem Süden über die N-550 leitet mich mein Navi-Gerät auf der oberen Etage über die ominöse 2.80m-Unterführung und will anschließend scharf links abbiegen - was natürlich nicht geht.
Ich fahre also weiter und komme so eher zufällig zu den Wohnmobilservice-Angeboten bei zwei Repsol-Tankstellen nur wenige hundert Meter entfernt.

Über die beiden Repsol-Tankstellen zu wenden ist nicht erlaubt - eine durchgezogene Mittellinie und entsprechende Schilder verbieten das (eigentlich). Die nächste korrekte Wendemöglichkeit ist ca. 1.5 km entfernt ...
Kurz darauf erreiche ich schließlich den neuen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz von Redondela, und nach dem ganzen Verkehrschaos ist klar, dass ich heute nicht mehr weiter fahre.

Redondela liegt eigentlich am Meer, genauer: an der Ría de Vigo. Vom Stellplatz aus muss man aber erst über einen kleinen Hügel fast 800 Meter weit laufen, bis man am Wasser ankommt.
Wenn man Glück hat ist gerade Flut, aber auch bei Ebbe kann man interessante Fotomotive finden.


Wenn man durch Redondela läuft merkt man an vielen Stellen, dass der Pilgerweg nach Santiago de Compostela durch diese Stadt führt.
Die Jakobskirche (Iglesia de Santiago) und die Pilger-Herberge in dem alten Gebäude Casa da Torre sind nur zwei Beispiele.


Bei den immer noch hohen Temperaturen ist es erfreulich, dass der Fußweg ins Ortszentrum zum Teil durch Grünanlagen mit schattigen Wegen führt. So kann man es aushalten.

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Redondela nach Arcade
31. Mai - 1. Juni 2026
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Redondela
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Arcade
In Redondela haben wir ein ruhiges Wochenende verbracht, wenn man davon absieht, dass eine Veranstaltung im Stadtzentrum uns bis nach Mitternacht mit Musik unterhielt, und dass auf dem nahe gelegenen Tennisplatz auch noch zur Geisterstunde die Tennisbälle gequält wurden.
Heute geht es weiter nach Norden, in der Absicht Pontevedra einen Besuch abzustatten. Vorher kommen wir allerdings an dem Ort Arcade vorbei, der fast ganz am Ende der Ría de Vigo liegt.
Vor gut 10 Jahren waren wir schon einmal in Arcade. Der damalige Besuch hat keinen tiefen Eindruck hinterlassen. Heute ist es anders - das Wetter ist schön und es ist Sonntag, so dass in den Bars/Restaurants und an den kleinen Badestränden richtig viel los ist.
Damit ist klar, dass wir erst einmal hier bleiben - zumal wir einen Platz in der ersten Reihe erwischen, was bei diesem Wohnmobil-Stellplatz (eigentlich nur ein großer allgemeiner Asphalt-Parkplatz) nicht sebstverständlich ist.

Selbst bei Ebbe ist die Aussicht noch erträglich, mit Blick bis zur Ponte de Rande - der großen Brücke über die Ría de Vigo.

Das Mittagessen lassen wir uns im Restaurant Casa do Muelle servieren, mit einem kräftigen Carajillo (Espresso mit Brandy) zum Abschluss.

Bei Temperaturen von fast 30°C verbringen wir einen Teil des Nachmittags unter Schatten-Bäumen bei einem Chiringuito (Strandbar), wobei es heute den Café-con-leche con Hielo (mit Eis) gibt. Das muntere Treiben an den Badestränden überlassen wir anderen.

Der Ort Arcade bietet keine besonderen touristischen Höhepunkte. Etwas Besonderes ist eigentlich nur die mittelalterliche Steinbrücke über den Río Verdugo, mit ihrer besonderen Rolle im Freiheitskampf gegen napoleonische Truppen.

Christa und ich halten es diesmal zwei Tage in Arcade aus. Leider ist das schöne Sommerwetter ab morgen wohl erst einmal vorbei. Die über die Hügel quellenden Wolken sprechen eine deutliche Sprache ...

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Arcade nach Portas
2. Juni 2026
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Arcade
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Pontevedra
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Caldas de Reis
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Portas
Der Juni hat begonnen und damit ist klar, dass wir nur noch etwa 3 Wochen Reisezeit in Spanien haben. Das heißt auch, dass ich wohl immer öfter bestimmte Orte nicht aufsuchen werde, obwohl ich das eigentlich vor hatte.
Das erste prominente Opfer ist Pontevedra. Es sind zwar schon acht Jahre seit meinem letzten Besuch in Pontevedra vergangen, aber an dem Wohnmobil-Stellplatz hat sich offenbar nichts geändert. Allerdings wurde direkt neben dem Stellplatz ein großes Gebäude hochgezogen, was die ehemals grüne Umgebung nun weniger attraktiv macht.
Christa macht im Vorbeifahren einen Schnappschuss vom Stellplatz, und schon geht es weiter.

Auf der N-550 komme ich gut voran und erreiche bald den Ort Caldas de Reis. Hier wurde vor fünf Jahren ein kommunaler Wohnmobil-Stellplatz eingerichtet, der immer noch unfertig aussieht.

Obwohl Caldas de Reis bei der Durchfahrt einen ganz netten Eindruck macht, gefällt mir der Stellplatz nicht, und ich fahre noch ein paar Kilometer weiter zum Nachbarort Portas.
Hier gibt es ebenfalls einen kommunalen Wohnmobil-Stellplatz. Durch seine Lage bei einer ehemaligen Zucker-Fabrik und bei einem Vía-Verde-Radweg ist dieser Stellplatz für mich viel interessanter als der in Caldas de Reis.

Der 65m hohe Schornstein der Fabrik-Ruine ist natürlich der spannendste Teil. Leider kann man nicht so einfach auf die Aussichtsplattform gelangen - aus Sicherheitsgründen ist der Zugang streng kontrolliert und man benötigt die Genehmigung der Stadtverwaltung. Dabei könnte es so einfach sein, denn zusätzlich zur Außentreppe gibt es einen Fahrstuhl im Inneren des Schornsteins.
Die Zucker-Fabrik war nur 3 Jahre in Betrieb und steht schon seit 1903 still. Inzwischen werden renovierte Teile der Gebäude für öffentliche Dienste (Tagesklinik, Kindergarten, Zivilschutz) genutzt. Und in der Nachbarschaft wurden Sportanlagen - und ein Wohnmobil-Stellplatz - angesiedelt. Außerdem finden auf den umgebenden Wiesenflächen vor allem im Sommer größere Veranstaltungen statt (dann ist eventuell der Stellplatz nicht nutzbar).


Gleich hinter den Sportanlagen und keine 200m vom Stellplatz entfernt verläuft die alte Bahntrasse der Eisenbahnlinie, die Portas mit Vilagarcía de Arousa am Meer verbunden hat.

Das Teilstück von Portas bis kurz vor Vilagarcia wurde inzwischen zur Vía Verde do Salnés umgebaut.
Ich habe keine Lust für eine vergleichsweise kurze Strecke (9 km) die Fahrräder aus der Garage zu holen, aber die etwa 2.5 km entfernte Eisenbrücke über den Río Umia möchte ich mir doch anschauen. Also machen Christa und ich einen ausgedehnten Spaziergang auf der Vía Verde.


Auf dem Rückweg freue ich mich schon auf einen Café-con-leche in der alten Bahnhofsgaststätte, die bei Google-Maps eingetragen ist, aber die Realität sieht leider anders aus - in dem verlassenen Bahnhof gibt es gar nichts, vor allem keine Cantina Da Estación.

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Portas nach Padrón
3. Juni 2026
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Portas
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Padrón
Die heutige Tagesetappe gehört sicher mit zu den kürzesten dieser Reise - nur 19 km liegen zwischen Portas und Padrón.
Das liegt aber nicht daran, dass ich unbedingt den Ort Padrón kennenlernen will, denn den haben wir schon während unserer Reise 2018 besucht. Es liegt vor allem daran, dass ein kleines Regengebiet durchziehen soll, und auf dem kommunalen Wohnmobil-Stellplatz in Padrón steht man sicher auf einem Asphaltplatz, Kneipen und Geschäfte sind nicht weit entfernt.

Leider lässt das wechselhafte Wetter mit wenig Sonnenschein keine guten Fotos zu, aber richtig bunt ist es in der engen Altstadt von Padrón sowieso nicht - graue Steinhäuser und sakrale Gebäude dominieren.


Bunte Blumen und farbige Schirme locken uns schließlich bei unserem Spaziergang durch das Ortszentrum an, und wir können unbehelligt von ein paar Regentropfen unseren Café-con-leche genießen.

Padrón liegt auf dem "Portugiesischen Pilgerweg" nur noch einen Tagesmarsch vor Santiago de Compostela - dem Ziel der Pilgerreise.
Der Ort hat sich darauf eingestellt und bietet viele Hostals bzw. Herbergen, und Pilgern begegnet man an jeder Ecke. Der Jakobsweg verläuft direkt neben dem Wohnmobil-Stellplatz, und so können wir den fast ununterbrochenen Pilger-Strom bequem "vom Sofa aus" betrachten.

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- Geschrieben von gg-iberico
Von Padrón nach Teo
4. Juni 2026
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Padrón
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Teo
Nachdem schon die letzte Tagesetappe sehr kurz war, wird dies heute mit nur 12 km sogar noch unterboten. Auf diese Weise kommen wir zwar nicht so richtig vom Fleck, aber dafür entdecken wir ein neues, hübsches Stück Spanien im Tal des Río Ulla.

Die Gemeinde Teo hat in einem Freizeitbereich (Área Recreativa Xirimbao) einen Wohnmobil-Stellplatz eingerichtet, der eine tolle Lage hat: in einem Wald direkt am Flussufer, mit einer Hängebrücke nebenan, die einen schönen Rundweg durch das Tal ermöglicht.

Natürlich schauen wir uns zuerst die Hängebrücke (Ponte Colgante de Xirimbao) an. Von oben hat man einen schönen Blick auf den Fluss und die üppige Vegetation.


Am Nachmittag ist eine kleine Wanderung fällig, nachdem wir irgendwo gelesen haben, dass man auf einem ausgewiesenen Weg knapp 3 km direkt am Fluss entlang zur "richtigen" Brücke im Nachbarort Pontevea wandern kann.
Der Weg existiert tatsächlich, aber an vielen Stellen kommt man sich wie im Dschungel vor - der Weg ist schmal, überwuchert und kaum zu sehen. Und manchmal ist das Gras so hoch, dass es Christa überragt.


Es gibt nicht viele Brücken über den Río Ulla - eine davon befindet sich in Pontevea, dem Umkehrpunkt unserer Wanderung. Neben der vom heutigen Verkehr genutzten neuen Brücke steht die mittelalterliche Steinbrücke, die die Provinzen A Coruña und Pontevedra verbindet.

Nach Überqueren der Brücke erreiche ich einen weiteren Wohnmobil-Stellplatz, der direkt am Ufer des Río Ulla liegt - der private Stellplatz "A Praíña". Die neueste Attraktion ab diesem Jahr: ein Biergarten.

Den Rückweg der Wanderung legen wir auf der anderen Flussseite zurück, allerdings auf meist asphaltierten Wegen, und nach Überqueren der "Xirimbao"-Hängebrücke erreichen wir wieder unser Wohnmobil.
Dort kommen wir noch an zwei "eingewanderten" Mammut-Bäumen vorbei, die immerhin schon beeindruckende 45m in die Höhe ragen.

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- Geschrieben von gg-iberico
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