Spanien im Winter 2019-20
Von Llagostera nach Santa Pau
10. Oktober 2019
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Llagostera
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Porqueres
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Santa Pau
Das Wetter ist wie vorhergesagt recht schön, also fahre ich heute nach Norden, an Girona vorbei bis Banyoles, wo mich das Navi-Gerät auf einem kilometerlangen Umweg um den See "Estany de Banyoles" schickt, damit ich nicht mitten durch die Stadt fahren muss.
Der Umweg erweist sich als besonders hübsch. Er verläuft entlang der Westseite des Sees, ist aber nur für Fahrzeuge bis 3.5 t erlaubt. Hier finde ich für die Mittagspause einen schönen Parkplatz bei einer kleinen Kirche, der Església de Santa María de Porqueres.
Die Kirche sieht nicht nur von außen sehr schlicht aus, auch innen findet man nichts, was von der puren Andacht ablenkt.
Am Südende des Sees erreiche ich dann die Straße (GI-524), die mich durch die bewaldeten Hügel auf einer kurvenreichen Strecke nach Santa Pau bringt.
Diesen Ort habe ich schon lange auf meiner Wunschliste, denn die bewaldeten Hügel in der Umgebung von Santa Pau sind alte Vulkane, die man auf vielen Wanderwegen zu Fuß erschließen kann. Und seit es in Santa Pau einen geeigneten Parkplatz zum Übernachten gibt, ist diese Gegend auch für Wohnmobilisten attraktiv.
Schon bald nach der Ankunft machen Christa und ich uns auf, den Ort zu erkunden. Interessant ist natürlich vor allem die historische Altstadt, die auf einem kleinen Hügel liegt.
Bei der nicht mehr sehr hoch stehenden Sonne ist es schwierig, brauchbare Fotos zu schießen, zumal die interessantesten Ecken in engen, dunklen Gassen oder unter Arkaden liegen.
Die Plaza Mayor ist nicht ganz so beeindruckend, weil hier in Ermangelung anderer Parkmöglichkeiten fast jede freie Ecke mit Autos zugestellt ist. Ich finde aber noch eine einigermaßen brauchbare Perspektive.
Nach dem Rundgang hat schließlich auch das Büro der Tourist-Info, das direkt neben unserem Parkplatz liegt, geöffnet. Hier decken wir uns mit Info-Material zu den Wanderwegen durch die Vulkan-Landschaft ein. Gewandert wird erst morgen.
11. Oktober 2019
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Santa Pau
Nach einigem Hin- und Her-Überlegen, ob wir in Santa Pau die Wanderung beginnen, oder ob wir mit dem Wohnmobil erst zu einem in der Nähe der Vulkane liegenden Parkplatz fahren, fällt die Entscheidung zugunsten der Anfahrt mit dem Wohnmobil. Das spart ein paar Kilometer Fußweg.
Der Parkplatz, den ich ansteuere, liegt am Fuß es Vulkans Santa Margarida, etwa 2.5 km von Santa Pau entfernt (GPS: 42.1481, 2.5438). Hier ist Platz für Fahrzeuge jeder Größe.
Die Vulkane dieser Gegend sind von weitem und auch wenn man direkt davor steht, kaum als solche zu erkennen. Eigentlich sind es nur bewaldete Hügel. Erst aus der Vogelperspektive erkennt man die typische Form.
Der Vulkan Santa Margarida ist einer der bekanntesten in dieser Gegend und ist von dem gleichnamigen Parkplatz am einfachsten zu erreichen. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg erreichen wir den Kraterrand, der aber also solcher kaum zu erkennen ist, da alles bewaldet ist. Eine Besonderheit stellt die Kapelle im Inneren des Kraters dar.
Wir umrunden den Krater und sind nach insgesamt etwa 50 Minuten wieder auf dem Parkplatz. Eine kleine Stärkung sorgt dafür, dass wir kurz darauf zum zweiten Vulkan aufbrechen können, der ebenfalls in der Nähe liegt.
Auch der Vulkan Croscat ist bewaldet, aber man kann zumindest den typischen Vulkan-Kegel erahnen.
Interessant wird es dann aber an einer Flanke, wo durch den Abbau von Lavagestein die Farben und Strukturen zu Tage treten.
Auch der zweite Vulkan-Besuch dauert etwa 50 Minuten. Dieser insgesamt nicht einmal 2 Stunden dauernde Ausflug lohnt sich wirklich. Und anschließend bleibt noch genug Zeit in der Altstadt von Santa Pau Kaffee und Kuchen zu sich zu nehmen, und weil das Wetter so schön ist, danach auch noch ein Gläschen Wein...
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- Geschrieben von gg-iberico
Von Santa Pau nach La Molina
12. Oktober 2019
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Santa Pau
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Sant Joan de les Abadesses
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Queralbs
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La Molina
Fast hätte ich es übersehen: heute ist der spanische Nationalfeiertag - der Día de la Hispanidad und gleichzeitig ein kirchlicher Marien-Feiertag - der Día del Pilar. Egal ob man religiös ist oder nicht - jeder kann heute feiern. Und entsprechend viel ist an allen Ausflugszielen und auf den Straßen los.
Das gilt auch für die Wohnmobil-Stellplätze, da viele Spanier inzwischen auch mit dem Wohnmobil ihre Wochenenden gestalten. Der Parkplatz in Santa Pau ist jetzt ziemlich voll.
Ich reise heute ab und will, nachdem weiterhin gutes Wetter gemeldet ist, den Pyrenäen einen Besuch abstatten.
Zuerst geht es über Olot nach Sant Joan de les Abadesses, wo ich auf dem kommunalen Wohnmobil-Stellplatz die Ver- und Entsorgungsstation nutze. In Santa Pau gibt es so etwas leider (noch) nicht. Und an dem vorgesehenen Tagesziel gibt es auch nur einen Parkplatz.
Für mehrere Tage versorgt geht es weiter auf der N-260, der sogenannten Eje Pirenaico (Pyrenäen-Achse) über Ripoll nach Ribes de Freser, wo die Straße in Richtung Vall de Núria abzweigt.
Ein paar Kilometer weiter liegt der Ort Queralbs auf etwa 1200m Höhe, wo sich ein Haltepunkt der Zahnradbahn befindet, die bis ans Ende des Tals auf 2000m Höhe führt. Auf dem Parkplatz der Haltestelle in Queralbs ist ein Bereich speziell für Wohnmobile ausgewiesen. Den will ich mir heute anschauen, und natürlich mit der Zahnradbahn (Cremallera) fahren, und schließlich in Queralbs übernachten.
Daraus wird aber nichts - schon in den letzten Kurven der Anfahrt ist jede freie Stelle mit Pkw zugeparkt, und beim Erreichen des Parkplatzes ist schnell klar, dass ich heute ein bisschen spät dran bin (es ist schon Mittag!). Mutig fahre ich trotzdem eine Runde über den Parkplatz, muss aber feststellen, dass nicht einmal ein weiterer Pkw drauf passt. Und das liegt nicht nur an dem heute besonders starkem Ausflugsverkehr, sondern auch daran, dass der eigentlich für Wohnmobile vorgesehene Bereich zur Zeit nicht zur Verfügung steht.
Am Ende bin ich froh, dass ich das Wohnmobil ohne Beschädigung wieder vom Parkplatz bekomme, denn so mancher Pkw parkt ziemlich abenteuerlich. Auf jeden Fall muss Plan B her.
Da ich schon mal in den Pyrenäen bin und das Wetter zumindest noch zwei Tage sehr schön sein soll, entscheide ich mich für einen Abstecher in das Skigebiet La Molina auf etwa 1700m Höhe, wo ein Bereich des Parkplatzes an der Skistation für Wohnmobile reserviert ist.
Es liegt wohl auch an dem heutigen Feiertag, dass in La Molina noch nicht alles "tot" ist. Normalerweise ist an den Skistationen in dieser Jahreszeit nichts mehr los. Auch hier sind nur wenige Menschen unterwegs, aber immerhin haben mehrere Restaurants geöffnet, und auch einzelne Freizeit-Aktivitäten werden angeboten. Die Lifte fahren aber nicht.
Der Spaziergang durch den kleinen Ort führt uns zu einem Restaurant/Café, dessen Terrasse noch in der Sonne liegt. Natürlich kann ich da nicht widerstehen.
Auf den Hügeln der Umgebung wachsen vor allem Pinien, deshalb sieht alles noch sehr grün aus. Nur dort, wo sich ein Laubbaum findet, erkennt man, dass auch hier der Herbst Einzug gehalten hat.
Als die Sonne untergeht, stehen wir bis auf ein paar Pkw allein auf dem riesigen Parkplatz. Erst später kommt noch ein weiteres Wohnmobil, das sich aber gleich unten bei der Skistation hin stellt. Die Nacht ist ausgesprochen ruhig, und die Temperatur mit +8°C Minimum für diese Höhenlage eher angenehm.
Und ich nehme es vorweg - der Morgen vermittelt wunderschöne Bilder mit der aufgehenden Sonne und den aus dem Tal aufsteigenden Wolken.
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- Geschrieben von gg-iberico
Von La Molina nach Guardiola de Berguedà
13. Oktober 2019
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La Molina
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Castellar de n'Hug
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La Pobla de Lillet
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Sant Julià de Cerdanyola
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Guardiola de Berguedà
Heute verlasse ich die Hochlagen der Pyrenäen und fahre auf kurvenreicher, aber gut ausgebauter Straße hinunter ins Tal des Río Llobregat. Fast hinter jeder Kurve eröffnen sich neue, tolle Ausblicke über die bergige Landschaft wie z.B. bei der Ortschaft Castellar de n'Hug.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Castellar de n'Hug befindet sich die Quelle des Río Llobregat (Fonts del Llobregat) - eine Touristen-Attraktion. Für die zunehmende Zahl von Wohnmobil-Touristen hat Castellar de n'Hug nun einen speziellen Parkplatz für Wohnmobile eingerichtet, den ich zufällig im Vorbeifahren entdecke. Natürlich ist er inzwischen auch in der WOMO-IBERICO-Stellplatzkarte eingetragen.
Etliche Kurven später erreiche ich den Ort La Pobla de Lillet. Hier muss ich mir unbedingt einen von der Stadt eingerichteten Wohnmobil-Stellplatz anschauen, der nach den bisherigen Kommentaren eigentlich gar nicht mit einem "richtigen" Wohnmobil erreicht werden kann. Deshalb parke ich vorsichtshalber auf einem Parkplatz direkt an der Hauptstraße B-402, der problemlos zugänglich ist.
Der Stellplatz liegt direkt auf der anderen Seite des Flusses, so dass ich sofort das relativ große Wohnmobil sehen kann, das sich dort eingerichtet hat. Mit etwas Mut und Geschick kann man den Stellplatz also doch erreichen.
Ich verzichte allerdings auf diesen Test und schau mir das Ganze nur zu Fuß an. Der Ort macht einen ganz netten Eindruck. Wahrscheinlich komme ich irgendwann noch einmal hier hin.
Im Tal des Llobregat geht es weiter nach Guardiola de Berguedà. In diesem Ort hat sich ein Zentrum des Trail-Sports etabliert, bei dem nicht nur durch die Berge gewandert sondern gelaufen wird. Da viele junge Leute, die diesen Sport betreiben, inzwischen auch mit dem Wohnmobil anreisen, wurden in Guardiola de Berguedà und im Nachbarort Sant Julià de Cerdanyola kommunale Wohnmobil-Stellplätze eingerichtet. Auch der Stellplatz in dem vorher besuchten La Pobla de Lillet gehört zu diesem Netz von Stützpunkten des Trail-Sports.
Der Wohnmobil-Stellplatz von Guardiola de Berguedà liegt in einer ruhigen Ecke hinter dem Schwimmbad. Bis in den Ort sind es nur wenige Schritte. Aber dort gibt es nicht viel zu entdecken. Auf dem Platz vor der wenig beeindruckenden Kirche bzw. nur wenig entfernt findet man alles, was man zum "Leben" braucht: Bar/Restaurant, Bäcker, Supermarkt. Und viel mehr gibt es auch nicht.
Vor der Entscheidung, wo heute übernachtet wird, fahre ich noch die wenigen Kilometer nach Sant Julià de Cerdanyola, das etwa 300m oberhalb des Llobregat-Tals liegt. In Serpentinen führt die Straße hinauf, und unterwegs hat man einen schönen Blick ins Tal auf den Nachbarort Bagà und die Pyrenäen.
Auch der kleine Ort Sant Julià de Cerdanyola sieht ganz nett aus, und der Wohnmobil-Stellplatz liegt direkt im Ort.
Schließlich fahre ich doch wieder hinunter zum Stellplatz in Guardiola de Berguedà, um dort zu übernachten.
14. Oktober 2019
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Guardiola de Berguedà
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Bagà
Das schöne Wetter soll nur noch während der ersten Tageshälfte vorherrschen, im Laufe des Nachmittags soll Regen einsetzen als Vorbote einer hoffentlich nur kurzen Kältewelle.
Christa und ich starten deshalb schon relativ früh (d.h. am späten Vormittag) eine kleine Wanderung auf einem der vielen ausgewiesenen Trail-Wege zum Nachbarort Bagà.
Nach nur etwa 3 km erreichen wir Bagà, wo uns ein hübscher kleiner Altstadtkern empfängt.
Allerdings gibt es im Ort selbst zur Zeit viele Straßenbau-Arbeiten. Es ist laut und staubig, so dass wir uns nicht lange aufhalten und nach Guardiola de Berguedà zurück wandern.
Regen und Gewitter kommen erst am Spätnachmittag und bleiben bis nach Mitternacht. Dann kehrt Ruhe ein.
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- Geschrieben von gg-iberico
Von Guardiola de Berguedà nach Martinet
15. Oktober 2019
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Guardiola de Berguedà
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Martinet
Die Regenfront ist durchgezogen und die Sonne scheint wieder, aber die Temperaturen werden wohl nicht mehr so hoch klettern wie bisher.
Während ich nach dem Frühstück noch den letzten Blog-Beitrag fertigstelle macht Christa einen Spaziergang in der näheren Umgebung des Stellplatzes von Guardiola de Berguedà und entdeckt einen interessanten Weg zu einer kleinen Parkanlage mit einer Trinkwasser-Quelle (Font del Panxut). Das Highlight des Weges befindet sich direkt hinter dem Stellplatz - eine Hängebrücke über den Llobregat.
Gegen Mittag ist Aufbruch zu einer neuen Etappe - eine Strecke die ich tatsächlich noch nie gefahren bin: auf der C-16 durch den 5 km langen Túnel del Cadí (kostenpflichtig: 12,08 €), der das 2200m hohe Gebirgsmassiv Serra de Moixeró durchbohrt.
Das Tagesziel ist nicht sehr weit - nur gut 30 km ist der Ort Martinet im Tal des Río Segre entfernt. Dort wurde ein kommunaler Wohnmobil-Stellplatz eingerichtet, der nach vorliegenden Informationen bei den Besuchern ganz gut ankommt.
Es ist noch früh genug für ein Mittagessen, deshalb machen Christa und ich sofort einen kurzen Rundgang durch Martinet, das sich im wesentlichen ein paar hundert Meter entlang der Hauptstraße am Ufer des Río Segre erstreckt. Ein geeignetes Restaurant ist schnell gefunden.
Bei einem weiteren Spaziergang nach dem Mittagessen fällt mein Blick auf eine kleine Ortschaft, die oberhalb von Martinet auf einem Bergrücken liegt. Es handelt sich um den Ort Montellà, der mit Martinet zusammen unter dem offiziellen Namen Montellà i Martinet eine Gemeinde (Municipio) bildet.
Für mich ist sofort klar, dass ich morgen dort hinauf klettern werde.
16. Oktober 2019
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Martinet
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Montellà
Nachdem es sich gestern Abend schon abzeichnete, dass es nachts kalt werden würde, hatte ich vorsichtshalber die Heizung aktiviert, aber den Thermostat auf eine sehr tiefe Temperatur eingestellt - nur als Notbremse. Und tatsächlich springt die Heizung gegen 5 Uhr morgens an. Draußen sind es nur noch 2°C !
Erst gegen 11 Uhr klettert die Sonne über die hohen Hügel und erwärmt das Wohnmobil. Auch die letzten Nebelwolken lösen sich auf und es wird wieder ein schöner Tag. Genau richtig für die kleine Wanderung hinauf nach Montellà.
Der direkte Weg ist nur ein besserer Ziegenpfad und geht steil den Berg hinauf. Aber auf diesem Weg hat man einen tollen Blick über das Tal des Río Segre und den Ort Martinet bis zu den Pyrenäen-Gipfeln.
Im Ort Montellà finden wir keine touristischen Highlights. Auffallend sind höchstens viele neu gebaute oder gut renovierte Wohnhäuser, die man in so einem Bergdorf vielleicht nicht erwarten musste. Auffallend ist auch der Preis von 20 € für ein Tagesmenü (ohne Getränke!) in dem einzigen Restaurant des Ortes.
Der Rückweg ist etwas einfacher aber viel länger als der Hinweg, denn wir folgen der normalen Straße, die sich etwa 3 km um den Hügel windet, bis wir wieder in Martinet am Stellplatz ankommen.
Inzwischen steht unser Wohnmobil ganz allein auf dem Platz. Vielleicht hat die vergangene, kalte Nacht die Leute vertrieben. Für mich ist die kalte Nacht nur ein Anlass, den Stromanschluss auszuprobieren und die für solche Fälle mitgeführte elektrische Zusatzheizung in Betrieb zu nehmen. Mal sehen, wie die nächste Nacht wird.
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- Geschrieben von gg-iberico
Von Martinet nach Organyà
17. Oktober 2019
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Martinet
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Arsèguel
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La Seu d'Urgell
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Fígols
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Organyà
Auch in dieser Nacht war es auf dem Stellplatz in Martinet wieder sehr kalt - bis auf 3°C sank das Thermometer. Trotz ihrer nur 650 Watt sorgte die elektrische Zusatzheizung dafür, dass der Innenraum des Wohnmobils nicht zu sehr auskühlte.
Heute ist wieder ein Reisetag, und das Ziel sollte eigentlich La Seu d'Urgell sein. Auf dem dortigen Wohnmobil-Stellplatz wollte ich die gemeldeten Regentage abwarten. Aber ein Reisender erzählte mir, dass der dortige Stellplatz wegen eines lokalen Festes zur Zeit gesperrt ist. Also muss ich wohl etwas weiter fahren.
Zuerst besuche ich aber den neuen Wohnmobil-Stellplatz in Arséguel, der im Rahmen eines Projektes zur Verbesserung der touristischen Angebote im Pyrenäen-Gebiet (Camina Pirineus) entstanden ist.
Die Zufahrt führt auf einer schmalen Brücke über den Río Segre. Die Brücke an sich ist kein Problem, aber direkt hinter der Brücke wurde ein Verkehrsschild so ungeschickt platziert, dass der nutzbare Weg noch enger wird. Mit etwas Geschick sollte trotzdem jedes Wohnmobil hier vorbei passen.
Das Dorf Arsèguel ist sehr überschaubar, und da es schon relativ spät ist spare ich mir einen Rundgang.
Auch wenn ich weiß, dass der Stellplatz in La Seu d'Urgell nicht nutzbar ist, mache ich trotzdem einen Halt in dem Ort, denn hier gibt es einen Mercadona-Supermarkt direkt neben der Hauptstraße, wo der lange Einkaufszettel abgearbeitet werden kann.
Danach geht es auf der Hauptstraße, die von Andorra kommt, nach Süden bis zum Ort Organyà.
Ein kurzer Besuch beim örtlichen Stellplatz zeigt, dass noch fast alles frei ist. Also fahre ich erst noch in den nur etwa 3 km entfernten Nachbarort Fígols, wo ebenfalls aufgrund des "Camina Pirineus"-Projektes ein Übernachtungsplatz für Wohnmobile entstanden ist.
Die markierten Parzellen sind allerdings sehr klein, passend zu den überwiegend genutzten Fahrzeugen der erwarteten jungen Besucher - Vans, VW-Busse, umgebaute Pkw - denn hier ist eine Hochburg der sportlichen Kletterei in den schroffen Felsen, die fast direkt über dem Stellplatz aufragen.
Es gibt allerdings auch normale Wanderwege, so dass auch Nicht-Kletterer hier eine interessante Umgebung vorfinden.
Zum Übernachten fahre ich heute auf den kommunalen Wohnmobil-Stellplatz in Organyà und habe bei der Ankunft die freie Auswahl auf dem nahezu leeren Platz.
Natürlich machen Christa und ich einen Rundgang durch den Ort Organyà und finden am Ende sogar eine Bar, wo man noch etwas in der Sonne sitzen kann. Das ist allerdings nur direkt an der Hauptstraße möglich, denn der innere Teil des Ortes besteht vor allem aus engen Gassen, Arkaden und Torbögen.
Nach der Rückkehr zum Wohnmobil fällt mein Blick auf den Hausberg von Organyà, den 1200m hohen Felsen Santa Fé. Natürlich möchte ich dort hinauf klettern, aber das Wetter ist zur Zeit eher eine Wundertüte - so richtig weiß keiner, was daraus wird. Mal sehen, ob es an einem der beiden nächsten Tage klappt.
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- Geschrieben von gg-iberico
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