Spanien im Frühjahr 2026
Von Martinet nach Dortmund: Rückfahrt
24. - 27. Juni 2026
-
Martinet
-
Saint-Paul-Trois-Châteaux (F)
-
Bulgnéville (F)
-
Dortmund
Das Schlafen kam diese Nacht etwas zu kurz, aber dafür hatte ich viel Zeit, die nächsten Schritte zu überlegen, und ich kam zu dem Schluss, die ganzen Fehlermeldungen und vermeintlichen technischen Probleme des Wohnmobils nicht so wichtig zu nehmen.
Eigentlich läuft ja alles, und es sind ja "nur" 1400 Kilometer bis nach Hause - im Wesentlichen auf Autobahnen, wo ich nicht viel bremsen oder schalten muss.
Der kürzeste Weg führt von Martinet über Puigcerdà nach Frankreich, wo man auf der D66 nach Perpignan zur Autobahn A9 gelangt. Leider liegt auf dieser Strecke noch eine Passhöhe von fast 1600m mit den obligatorischen Serpentinen, aber auch diese letzte Hürde schafft unser Wohnmobil.

Am Ende des ersten Rückreise-Tages landen wir nach 400 km in dem Ort Saint-Paul-Trois-Châteaux im Rhonetal, wo wir schon mehrfach übernachtet haben.
Das Wetter bietet zum Glück auch ein paar Wolken, aber die Temperatur liegt auf dem asphaltierten Stellplatz abends noch deutlich über 30°C.

Am zweiten Rückreise-Tag schaffen wir es 500 km weit bis Bulgnéville, nahe der Autobahn A31. Auch diesen Ort haben wir bei unseren Reisen durch Frankreich schon mehrfach als Etappenziel genutzt - eine grüne Oase, wo man sich vom Reisestress erholen kann.

Der nächste Tag (Freitag!) soll uns eigentlich nach Deutschland bringen, aber die Verkehrsmeldungen aus dem Grenzbereich zu Luxemburg sind dramatisch - immer länger werdende Staus lassen ein gleichmäßiges Fahren sicher nicht zu (wir erinnern uns: ich möchte möglichst wenig bremsen oder schalten!). Und je später ich nach Deutschland komme, desto länger werden auch dort die üblichen Freitag-Nachmittag-Staus. Nein Danke!
Christa und ich beschließen, trotz der aktuellen Gluthitze auf das Fahren mit Klimaanlage zu verzichten und einen Ruhetag in Bulgnéville zu verbringen. Immerhin können wir heute auf einen schattigen Platz wechseln, und den restlichen Tag unter einem Schattenbaum verbringen.

Die bisher vor allem im Westen Frankreichs herrschenden extremen Temperaturen haben offensichtlich inzwischen auch den Nordosten erreicht - ich messe Innen und Aussen ca. 40°C. Ein außergewöhnlicher Abschluss dieser Spanien-Reise - passend zu den vielen denkwürdigen Ereignissen der vergangenen zwei Monate.

Am nächsten Tag sind die Verkehrsstaus vom Freitag kein Thema mehr, dafür gibt es eine Vollsperrung in Luxemburg. Aber über die Umleitung kommen wir problemlos nach Deutschland und sind am Spätnachmittag wieder zu Hause.
Nachwort zum Reiseblog Frühjahr 2026
Nach 2½ Monaten und insgesamt 5.600 km, davon 2.800 km in Spanien, ist die Reise nun zu Ende. Auf dieser Reise habe ich 95 Stellplätze besucht und dokumentiert. Auf 34 verschiedenen Plätzen habe ich übernachtet.
Wie schon bei den letzten zwei Spanien-Reisen beeinflusste das Wetter die Reiseroute, die mich in diesem Jahr endlich wieder einmal nach Galicien bringen sollte. Anfangs, bis etwa Mitte Mai, war es zu kalt und feucht, so dass ich schon das ursprüngliche Ziel aufgegeben hatte und nach Süden abgebogen war. Dann kam doch noch früh genug der Wetter-Umschwung, und es wurde heiß, zum Schluss sogar sehr heiß.
Leider konnten Christa und ich einige vorgesehene Fahrrad-Touren auf Vías-Verdes nicht durchführen, weil wegen vorhergehender oder aktueller Unwetter mehrere Bahntrassenwege beschädigt und nicht befahrbar waren.
Positiv aufgefallen ist die inzwischen recht große Anzahl an kommunalen Wohnmobil-Stellplätzen, die allerdings selten (eigentlich nie) an der Küste zu finden sind. Dort haben sich eher private Wohnmobil-Stellplätze etabliert, für die man aber in der Regel ganz schön tief ins Portemonnaie greifen muss.
Insgesamt war diesmal die zur Verfügung stehende Zeit zu kurz, um ausgiebig alle Schönheiten Galiciens und Asturiens genießen zu können. Vielleicht sollte ich es doch noch einmal im Herbst probieren...
- Details
- Geschrieben von gg-iberico
Seite 8 von 8
